topad


Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Alzheimerforschungspreis 2010 für Münchener Biologin

Zum fünften Mal in Folge hat die Hans und Ilse Breuer Stiftung den mit 100.000 Euro höchst dotierten Alzheimerforschungspreis in Deutschland verliehen. Anläßlich des 9. Eibsee Meetings am 11. November wurde Dr. Melanie Meyer-Lühmann für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Alzheimerforschung geehrt. Der 35-jährigen Biologin ist es gelungen, die Entstehung von Alzheimer bei Mäusen mittels modernster mikroskopischer Techniken sichtbar zu machen.

Dafür bekamen die Mäuse ein Glasfenster implantiert, so dass am lebenden Gehirn untersucht werden konnte, wie sich dort Protein-Fragmente zu harten Alzheimer-Plaques ansammeln und verklumpen.

Meyer-Lühmann sei eine „Ausnahmewissenschaftlerin“, die „einen wichtigen Durchbruch in der Alzheimer-Forschung“ erzielt habe, so Professor Dr. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, in der seit Oktober 2008 auch Meyer-Lühmann als Emmy-Noether Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig ist. Ihre bahnbrechende Arbeit sei für das Verständnis von Alzheimer und die Entwicklung entsprechender Medikamente von herausragender Bedeutung.

„Der Alzheimerforschungspreis setzt einen klaren Akzent, um auf die Notwendigkeit der Alzheimerforschung hinzuweisen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die Zahl der Betroffenen bis zur Mitte des Jahrhunderts mehr als verdoppeln wird“, erklärte Jürgen Lautz, Vorstand der Breuer Stiftung.

Alzheimer gilt bisher als nicht heilbar. Allein in Deutschland sind über eine Million Menschen betroffen. Die jährliche Verleihung des renommierten Forschungspreises auf dem Eibsee-Meeting, einem internationalen Alzheimer Kongress, ist ein wichtiger Baustein im weltweiten Kampf gegen die Krankheit. Mit dem Preis werden exzellente Forscher unterstützt, die zu entscheidenden Fortschritten in der Alzheimer-Forschung beitragen. (08/12/09)

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Auszeichnungen"