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Auszeichnungen

Andreas Maier mit Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet

Der in Frankfurt lebende Schriftsteller Andreas Maier hat den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2010 erhalten. Sein Werk "Das Zimmer" sei Erinnerungsporträt und Roman zugleich, der Beginn einer großen Familiensaga, eine Reflexion über Zeit und Zivilisation, über die Würde des Menschen und wie sie erhalten bleiben könne, teilten die Stifter am Sonntag in Braunschweig mit.

“Andreas Maier ist ein Meister der literarischen Nahaufnahme. Je genauer er eine Ortschaft, ein Milieu, eine Person ins Auge fasst, umso mehr weitet sich der Blick ins Allgemeine”, hieß es weiter in der Begründung der Jury. Maier könne eine ganze Welt von den beiläufigen Reden, Gerüchten, vom sozialen Klima her aufschließen, und ihm gelinge die Verbindung dieser Alltäglichkeiten mit der Frage nach der Herkunft und dem Ziel des Lebens.

Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird seit 2000 in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Braunschweig und des Deutschlandfunks verliehen. Seit 2010 wird die Auszeichnung, die bisher im Zwei-Jahres-Turnus vergeben wurde, jedes Jahr im November verliehen.
Geehrt wird ein im Vergabejahr erschienenes zeitgenössisches Erzählwerk, das einen besonderen Stellenwert in der Entwicklung des Autors markiert.

Maiers Humor sei dem des poetischen Realisten Wilhelm Raabe durchaus verwandt. Beide teilten ebenso die Liebe zu den Beschädigten und Zukurzgekommenen, den Außenseitern der Gesellschaft. “Das Zimmer” bildet den Auftakt zu einem mehrbändigen literarischen Werk über die Andreas-Maier-Gegend Wetterau (nahe Frankfurt) mit den Orten Bad Nauheim und Friedberg, über deren Verwandlung in ein Straßenverkehrsareal und über die Lebensweise und die Überlebensenergie ihrer Bewohner. (15/11/10; Quelle: DLF)

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