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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Ausgezeichnete Gesundheitskommunikation

Als Auszeichnung für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der patientenorientierten Gesundheitskommunikation verlieh die BLEIB GESUND STIFTUNG zum achten mal den Oskar-Kuhn-Preis. Der Preis ist mit insgesamt 12.800 € dotiert und wurde am 6. Juli 2009 in der Hessischen Landesvertretung Berlin von der Schirmherrin Andrea Fischer, Bundesgesundheitsministerin a. D., überreicht.

Foto: BLEIB GESUND STIFTUNG

Als besondere Auszeichnung erhält das Projekt “achse.info: Informationen zu seltenen Erkrankungen verbessern – die Vernetzung der Selbsthilfe fördern” des ‘ACHSE e.V. Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen’ den OKP-Ehrenpreis. Mit dem Ehrenpreis würdigt die Jury die Intention des Projektes, die den Grundgedanken des Oskar-Kuhn-Preises in besonderer Weise trifft. Idee und Durchfuehrung dieses professionell strukturierten Selbsthilfeansatzes werden von der Jury als vorbildlich und einzigartig für Deutschland eingeschätzt. Aus Sicht der Jury fördert das Projekt den interaktiven Dialog von Menschen mit seltenen Erkrankungen, behandelnden Ärzten, Angehörigen und Interessierten und bietet darüber hinaus Betroffenen sowohl informative, als auch praktische Unterstützung.

Das Projekt “Erste Patientenuniversität in Deutschland – Bildungskonzept zur Verbesserung der Gesundheitskommunikation und Erhöhung der Gesundheitskompetenz von Bürgern und Patienten” der MHH,Medizinische Hochschule Hannover, erhält den mit 12.800 € dotierten 1. Preis in der Kategorie Wissenschaft/Praxis. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury, dass die Patientenuniversität medizinische Laien als Partner und Zielgruppe von Gesundheitskommunikation anspricht und stärkt. Im Vergleich zu US-amerikanischen Mini-Med-Schools wird dieser deutschen Erstgruendung ein weitaus höherer Entwicklungsgrad bescheinigt, da es tatsächlich gelungen ist, die eigentliche Zielgruppe auch zu erreichen. Die Jury wertet es als bedeutendes Signal,dass eine Medizinische Hochschule sich ausdrücklich zur Notwendigkeit der Stärkung der Gesundheitskompetenz von Bürgerinnen und Bürgern äußert und einen beachtlichen und nachahmungswuerdigen Beitrag dazu leistet.

Das Projekt “Kommunikation am Lebensende – Curriculum für die Lehre in der Medizin und Evaluation” des IEKG, Institut fuer Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen der Universität Witten/Herdecke gGmbH,erhält eine Lobende Anerkennung. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Jury das Curriculum des IEKG als vorbildlich fuer die Ausbildung von Medizinstudierenden auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation. Mit dem Seminar “Kommunikation mit Sterbenden” wird der Palliativmedizin frühzeitig und verbindlich hohe Bedeutung beigemessen.

Das Projekt “Psychische Erkrankungen bei jungen Menschen – Ein Informationsprojekt an Schulen” des Vereins ‘Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn/Rhein-Sieg’ erhält ebenfalls eine Lobende Anerkennung. Die Jury würdigt damit das engagierte Zugehen auf Schulen in der Thematisierung von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, dessen Bedeutung nicht zuletzt durch die Tagesaktualität in bedrückender Weise unterstrichen wird. Mit der Lobenden Anerkennung verbindet die Jury auch die Hoffnung, dass die Intention des Projektes Signalwirkung auch für andere Kreise, Gemeinden und Bundesländer hat.

Die BLEIB GESUND STIFTUNG wurde Anfang 2000 von der wdv Gesellschaft fuer Medien&Kommunikation mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Den Namen erhielt sie in Anlehnung an das Versichertenmagazin Bleibgesund,das die wdv-Gruppe seit fast 50 Jahren für einen ihrer ältesten Kunden, die AOK Gesundheitskasse, publiziert. Mit dem Preis will die firmeneigene Stiftung an Firmengruender und Verlegerpersönlichkeit Oskar Kuhn und dessen Pionierarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitskommunikation erinnern.

Ziel des Oskar-Kuhn-Preises ist die Förderung der effektiven Gesundheitskommunikation, die sowohl qualifizierte Informationen bietet als auch kommunikative Austauschmöglichkeiten schafft. Im Mittelpunkt des Förderinteresses stehen innovative Projekte, die einen partnerschaftlichen Dialog zwischen den im Gesundheitswesen Beteiligten voranbringen – sei es im Austausch zwischen Arzt und Patient oder innerhalb von Patientengruppen, mit medizinischem Personal oder in der Kommunikation mit Angehörigen. Die Stiftung prämiert Projekte und Studien, die innovative Wege in der Gesundheitskommunikation gehen und den Genesungsprozess erkrankter Menschen aktiv und langfristig unterstützen. (08/07/09)

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