Akteure & Konzepte
Auszeichnungen
Bayer-Stiftung zeichnet Nachwuchsforscher aus
Die Bayer Science & Education Foundation hat zum zweiten Mal die mit jeweils 10.000 € dotierten „Bayer Early Excellence in Science Awards“ vergeben. Mit den Awards zeichnet die Bayer-Stiftung talentierte Nachwuchswissenschaftler in der frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn aus. Dieser neue, internationale Preis wird seit 2009 jährlich in den drei Kategorien Biologie, Chemie und Materialien vergeben.

Dr. Oliver Daumke / Foto. Bayer AG
Biomimetik: Maßgeschneiderte Lösungen aus der Biologie
Dr. Andreas Walther von der finnischen Aalto University in Helsinki erhält den Preis in der Kategorie Materialien für die Entwicklung neuartiger perlmuttartiger biomimetischer Materialien, die außergewöhnliche Eigenschaften in Bezug auf mechanische Stabilität und Flammschutz aufweisen. Diese sind daher besonders interessant für See-, Luft- und Raumfahrt. Ein neuer Produktionsprozess erlaubt dabei über die Selbstorganisation der einzelnen Komponenten eine ökonomische Herstellung der Hybridmaterialien.
Metallorganische Katalyse: Ein Werkzeug zu Vermeidung von Nebenprodukten
Um komplexe Substanzen beispielsweise Natur- und Wirkstoffe herzustellen, ist es häufig notwendig, Kohlenstoffatome zu aktivieren und gezielte chemische Transformationen vorzunehmen. Prof. Dr. Nicolai Cramer von der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) in der Schweiz wird mit dem “Bayer Early Excellence in Science Award 2010” in der Kategorie Chemie für seine Entwicklungen und Untersuchungen neuer katalytischer metallorganischer Reaktionen zur Aktivierung von Kohlenstoff-Wasserstoff- und Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen ausgezeichnet.
G-Proteine: Neue Strategien zur Bekämpfung von Krankheiten wie Krebs oder Grippe
Dr. Oliver Daumke vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin erhält den “Bayer Early Excellence in Science Award 2010” in der Kategorie Biologie für seine Beiträge zur Aufklärung von Struktur und Funktion von GTP-bindenden (G-)Proteinen. G-Proteine können als molekulare Schalter fungieren, die Wachstumssignale in biologischen Zellen steuern. Andere G-Proteine arbeiten als molekulare Motoren, die zelluläre Membranen deformieren. Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden G-Protein Klassen werden in der Gruppe von Dr. Daumke untersucht.
Der Preis wird von der „Bayer Science & Education Foundation“ vergeben. Diese Stiftung verfolgt als vorrangige Ziele die Ehrung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung wissenschaftlicher Talente und die Unterstützung bedeutender, naturwissenschaftlicher Schulprojekte. Im inhaltlichen Fokus der Fördertätigkeiten stehen Technik, Naturwissenschaften und Medizin. Herausragende Forschungsleistungen honoriert die Stiftung seit vielen Jahren im jährlichen Wechsel mit dem Familie-Hansen-Preis und dem Otto-Bayer-Preis, die mit jeweils 75.000 € dotiert sind. Seit dem Jahr 2008 vergibt die Stiftung den mit 50.000 € dotierten „Bayer Climate Award“ für herausragende Arbeiten auf dem interdisziplinären Gebiet der Klima- und Klimafolgenforschung. (23/11/10; Bayer Science & Education Foundation)



