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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Belgier wird Robert Bosch Juniorprofessor 2011

Wir schreiben täglich auf Papier, wickeln unsere Babys in Windeln und versorgen unsere Wunden mit Mullbinden. Dafür benötigt die Industrie Zellstoff, der zu 90 Prozent aus Holz erzeugt wird. Bei der Herstellung entsteht sogenannter "black liquor", eine zähe dunkle Masse, die bisher meist als Abfall entsorgt wird. Dabei enthält sie einen vielversprechenden Energieträger: Biopolymere. Als Robert Bosch Juniorprofessor 2011 kann der promovierte Materialingenieur Pieter Samyn für fünf Jahre über ein Budget von einer Million Euro verfügen. Ziel seiner Forschung: mit Hilfe der Nanotechnologie Bestandteile des "black liquor" wieder für die Zellstoff- und Papierherstellung nutzbar machen.

Preisträger Dr. Pieter Samyn mit Laudator Dr. Christof Bosch und Dr. Ingrid Wünning Tschol, Bereichsleiterin Gesundheit und Wissenschaft der Stiftung / Foto: Robert Bsoch Stiftung

Benannt nach dem griechischen Wort “nanos” für “Zwerg” geht die Nanotechnologie dabei ins kleinste Detail: Pieter Samyn möchte die winzigen Biopolymeren aus dem “black liquor” herausziehen und ihre Oberfläche so bearbeiten, dass sie wesentlich effizienter als bisher verwendet werden können. Die Ergebnisse von Samyns Forschungsgruppe an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sollen zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise im Bereich der weltweit expandierenden Papierindustrie führen. Langfristig erwartet Samyn, dass Biopolymere auch bei der Herstellung weiterer Materialien wie Plastik nutzbar sind. (29/03/11; Quelle: Robert Bosch Stiftung – Michael Herm)

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