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Auszeichnungen
Deutscher Nationalpreis geht an deutsch-polnische "Brückenbauer"
Der Übersetzer polnischer Literatur, Karl Dedecius, und der emeritierte Erzbischof von Oppeln (Polen), Alfons Nossol, erhalten den mit 50 000 € dotierten Deutschen Nationalpreis 2010. Damit werden zwei Persönlichkeiten gewürdigt, die sich mit ihrem Lebenswerk symbolstark als deutsch-polnische "Brückenbauer" ausgezeichnet haben, wie die Deutsche Nationalstiftung am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Der Preis wird am 23. Juni bei einem Festakt im Hamburger Rathaus verliehen.
Bei der Veranstaltung werden 450 Gäste erwartet, sagte Dirk Reimers, früherer Staatsrat und heutiger geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Sie wurde 1993 vom früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt gegründet. Der zeremonielle Rahmen sei “die Referenz des Senats an den Hamburger Ehrenbürger Helmut Schmidt”, so Reimers weiter.
Im 20. Jahr der deutschen Einheit will die Stiftung angesichts der Bedeutung der polnischen Freiheitsbewegung für die Einheit Deutschlands die Beziehungen zwischen Deutschen und Polen hervorheben. Dedecius (89) habe sich als Brückenbauer verdient gemacht, indem er den Deutschen den Zugang zu polnischer Kultur ermöglicht habe, sagte der geschäftsführende Vorstand der Nationalstiftung, Dirk Reimers. Nossol (77) verkörpere die deutsch-polnische Versöhnungsaufgabe und die für das Zusammenleben in Europa beispielhafte Integration von Minderheiten.
Die Stiftung will eigenen Angaben zufolge das Zusammenwachsen Deutschlands und die nationale Identität der Deutschen als Teil eines vereinten Europas fördern. Seit 1997 vergibt die Stiftung den Nationalpreis. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Initiatoren eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin, die Herbert Hoover Realschule in Berlin, der Historiker Fritz Stern sowie die ostdeutschen Schriftsteller Erich Loest, Monika Maron und Uwe Tellkamp. (25/03/10; Quelle: Nationalstiftung)



