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Auszeichnungen
ERGO Stiftung: "Jugend & Zukunft" vergibt 100.000 €
Gemalt, gebaut, geformt: 188 kunstpädagogische Projekte bewarben sich mit ihren Aktivitäten um den Nationalen Förderpreis 2010 der ERGO Stiftung: "Jugend & Zukunft". Jetzt stehen die Sieger für die mit insgesamt 100.000 € dotierte Auszeichnung fest. Eine Fachjury wählte unter dem diesjährigen Motto "Kunst bewegt" aus allen Einsendungen elf Initiativen aus, die einen integrierenden und nachhaltigen Ansatz verfolgen.

Foto: ERGO-Stiftung
“Kunst ermöglicht Kindern und Jugendlichen, sich selbst auszudrücken”, so Armin Mueller-Stahl. Das beweist auch das Münchner Projekt “International Munich Art Lab” von Kontrapunkt e.V. Es belegte den ersten Platz und erhielt eine Fördersumme in Höhe von 25.000 Euro. Den zweiten Platz errang die Initiative “Räume durch Erleben entwerfen” von BunteKuh e.V. aus Hamburg und wird mit 20.000 Euro gefördert. Platz Drei, dotiert mit 15.000 Euro, erreichte “Kunst auf der Straße” des Vereins Kunstwerker e.V. aus Wiesbaden. Weitere acht Projekte zeichnete die Jury mit einem Anerkennungspreis von je 5.000 Euro aus.
1. Preis: “International Munich Art Lab” von Kontrapunkt e.V. bietet berufliche Qualifizierungen und bessere Arbeitsmarktchancen für benachteiligte Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren in München an. Sie lernen handwerkliche Fähigkeiten und Techniken in Malerei, Bildhauerei, Grafik oder Computerdesign. Gleichzeitig stehen Teamarbeit und respektvoller Umgang miteinander im Mittelpunkt. Der Verein unterstützt bei Berufsfindung, Bewerbungsprozessen und erarbeitet einen individuellen Förderplan für die Teilnehmer.
2. Preis: Das Projekt “Räume durch Erleben entwerfen” des Vereins BunteKuh e.V. aus Hamburg kümmert sich um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie körperlich und geistig Behinderte. Die Teilnehmer werden in Teambildung, Toleranz und Motorik gefördert. So errichten sie in dem Bildhauerprojekt fantasievolle Welten aus Lehm – von begehbaren Räumen bis zur drei Meter hohen Skulptur. Dieses handwerkliche Projekt bringt junge Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und Bildung auf kreative Weise zusammen.
3. Preis: “Kunst auf der Straße” des Vereins Die Kunstwerker e.V. aus Wiesbaden verfolgt vor allem ein Ziel: Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Familien zu zeigen, dass sie die Fähigkeit haben, ihre eigenen Ideen kreativ umzusetzen. Hierfür fahren freischaffende KünstlerInnen mit mobilen Werkstätten in soziale Brennpunkte. Gemeinsam experimentieren sie mit Gusstechniken, Steinbildhauerei oder Instrumentenbau. Auf diese Weise entwickeln die Kunstneulinge Werte für ihre Arbeiten. Dieses stärkt das Selbstbewusstsein und zeigt jungen Menschen einen Weg, ihre eigene Lebensgestaltung selbst in die Hand zu nehmen.
Die diesjährigen mit jeweils 5.000 Euro dotierten Anerkennungspreise erhielten:
– “Abfahrt Kunst – die Museumshaltestelle” des Museums für Gegenwart aus Berlin – “Werkprojekt Kunst” der Schule Hirtenweg aus Hamburg – “Projekt 201X” vom Kunstmuseum Bonn – “Kunst und Identität” der Hamburger Kunsthalle – “Ich bin ich und du bist du” der Maria-Grünewald-Schule aus Wittlich, Rheinland-Pfalz – “Kunstlabor” der Hamburger Deichtorhallen und dem Verein Westwerk – “RaumSchaffen + Kunst Kisses” der “Galerie der Zukunft” aus Hamburg – “General Sikorski, Geißbart und Pimpinella” der Lebenshilfe e.V. aus Frankfurt am MainZur Jury zählten renommierte Kulturschaffende sowie Vertreter aus Medien und Politik. Hierzu gehörten neben der Vorsitzenden Prof. Dr. Karin von Welck (ehemalige Hamburger Kultursenatorin) unter anderem Dr. Dirk Luckow (Direktor Deichtorhallen, Hamburg), Dr. Harald Falckenberg (Sammlung Falckenberg, Phoenix Kulturstiftung), Dr. Thomas Gädeke (stellvertretender Direktor Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte), Prof. Dr. Sabine Schulze (Direktorin Museum für Kunst und Gewerbe), Florian Waldvogel (Direktor Kunstverein Hamburg), Rolf Rose (Maler), die Geschäftsführerin der Hamburgischen Kulturstiftung Gesa Engelschall sowie Thomas Levy (Galerie Levy, Hamburg und Berlin). (25/11/10; Quelle: ERGO-Stiftung)



