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Erster "Future Policy Award" geht an Belo Horizonte

Der Future Policy Award (Preis für Zukunftspolitik) des vom Stifter der "Alternativen Nobelpreise", Jakob von Uexküll, vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Weltzukunftsrates ist erstmals in Hamburg verliehen worden. Der Preis ging an das Anti-Hunger-Programm der brasilianischen Stadt Belo Horizonte und wurde vom brasilianischen Minister für Sozialentwicklung und Hungerbekämpfung, Patrus Ananias, am vergangenen Donnerstag in Empfang genommen.

Ananias hatte als Bürgermeister von Belo Horizonte das Programm zur Bekämpfung des Hungers im Jahr 1993 eingeführt. Innerhalb von zehn Jahren sei es gelungen, die Unterernährung von Kindern in der Drei-Millionen-Metropole um 75 % und die Kindersterblichkeit um 60 % zu senken, hieß es in einer Aussendung des Weltzukunftsrates vom Freitag.

Das jährlich weniger als 10 Mio. US-$ (6,88 Mio. €) kostende Programm umfasst unter anderem Gratisessen an Schulen, Subventionen für Restaurants, regulierte Preise der wichtigsten Grundnahrungsmittel sowie die Förderung von Produktion und Vertrieb lokaler Landwirtschaftsprodukte. Die brasilianische Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, den Hunger in dem südamerikanischen Land bis 2015 überhaupt “abzuschaffen”.

Ziel des Weltzukunftsrats (World Future Council – WFC) ist es laut seinem Initiator Jakob von Uexküll, fundamentale Werte im Interesse künftiger Generationen zu schützen. Dem Rat gehören jeweils 50 Persönlichkeiten aus aller Welt an. Der Future Policy Award ist zur Bekanntmachung und Würdigung politischer Ansätze für eine nachhaltige und gesunde Welt gedacht. (05/10/05; Quellen: APA, Der Tagesspiegel))

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