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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Förderpreis Deutscher Film vergeben

Die Träger des "Förderpreis Deutscher Film" stehen fest: Ralf Westhoff wurde für die Regie von "Der letzte schöne Herbsttag" ausgezeichnet. Der Produzentenpreis ging an das Produktionsteam für "Transit" und der Drehbuchpreis an die Autoren von "Unter Dir die Stadt". In diesem Jahr waren 40 Talente im Rennen um den "Förderpreis Deutscher Film", der mit insgesamt 60.000 € dotiert ist und junge Filmemacher in ihren zukünftigen Projekten unterstützen soll.

Die Kandidaten kamen aus allen elf Spielfilmen der Festivalreihe “Neue Deutsche Kinofilme”. Die Jury um Regisseur Christian Petzold entschied sich für Ralf Westhoff, bekannt durch sein Kinodebüt “Shoppen”, als Träger des Regiepreises. In seinem Film “Der letzte schöne Herbsttag” folgt die Kamera einem jungen Paar, gespielt von Julia Koschitz und Felix Hellmann, das in langen Selbst- und Zwiegesprächen seine Beziehung infrage stellt. Der Jury gefiel dabei “die Techniken des Verhörs” mit denen der Regisseur “die Liebe eines Paares analysiert und zerlegt, um ihm am Ende einen Freiraum zu inszenieren, in dem es die Liebe wieder findet.”

Für eine “Produzententätigkeit, die sich in jedem Moment überzeugend in den Dienst der Erzählung stellt” wird das Produktionsteam von Philipp Leinemanns Fernfahrer-Film “Transit” ausgezeichnet: Khaled Kaissar, Balint Tolnay-Knefely, Benedikt Böllhoff und Max Frauenknecht. In “Transit” verarbeitet Leinemann seine fünfjährige Erfahrung hinter dem Lenkrad eines Lastwagens: Eine Prostituierte (Annika Blendl) sucht Zuflucht in der Fahrerkabine eines Fernfahrers (Clemens Schick) und es entspinnt sich eine flüchtige Freundschaft.

Ulrich Peltzer und Christoph Hochhäusler erhalten den Drehbuchpreis für “Unter dir die Stadt”, da ihre Erzählung die internationale Finanzkrise “auf kluge und subtile Weise” begreifbar macht. Der Film um eine Affäre zwischen einem Banker (Robert Hunger-Bühler) und der Frau eines seiner Angestellten (Nicolette Krebitz) lief als einziger deutscher Beitrag im offiziellen Programm in Cannes.

Gleich zwei Schauspieler aus Alexander Riedels Film “Morgen das Leben” werden ausgezeichnet: Ulrike Arnold und Jochen Strodthoff erhalten den Schauspielpreis. Die Jury erkennt bei Arnolds Spiel “eine Wahrhaftigkeit, die uns vergessen lässt, einer Schauspielerin bei der Arbeit zuzuschauen.” Und Strodthoffs Spiel sei “von einer Direktheit und einer physischen Präsenz, wie man sie selten sieht.”“Morgen das Leben” handelt von drei Menschen, die in der Großstadt um ihre Selbstverwirklichung und gegen die Einsamkeit kämpfen.

Der Bayerische Rundfunk verleiht den “Förderpreis Deutscher Film” gemeinsam mit der HypoVereinsbank und der Bavaria Film. (02/07/10; Quelle: PR HypoVereinsbank)

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