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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Frankfurter Juristin erhält Studienpreis der Körber-Stiftung

Die Preisträger des Deutschen Studienpreises 2010 stehen fest. In diesem Jahr gehen die drei ersten Preise an: die Juristin Angela Kolbe, deren Forschungsarbeit an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main entstanden ist, den Volkswirt Martin Binder, der seine Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vorgelegt hat, und den Geologen Hauke Marquardt, der an der Freien Universität Berlin promoviert hat.

Die Körber-Stiftung vergibt die mit jeweils 30.000 € dotierte Auszeichnung alljährlich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für exzellente Dissertationen, die von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung sind. Die Preisverleihung mit dem Schirmherrn des Wettbewerbs, Bundestagspräsident Norbert Lammert, findet am 23. November in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin statt.

Um den Deutschen Studienpreis können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen bewerben, die im Ausschreibungsjahr ihre Dissertation mit exzellentem Ergebnis abschließen. Für den Wettbewerb 2010 reichten knapp 400 Post-Doktoranden Beiträge ein.

Angela Kolbe erhält den ersten Preis in der Sektion Geisteswissenschaften. In Ihrer Dissertation untersucht sie die rechtliche Situation von Intersexuellen – also Menschen, die mit zugleich männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden. Die Juristin kritisiert die aktuelle Rechtspraxis, die es erlaubt, dass bereits Kleinkinder umoperiert werden, als grundrechtsverletzend und entwirft einen Katalog von Gesetzesreformen. Der Ökonom Martin Binder überzeugte die Juroren der Sektion Sozialwissenschaften mit einer Forschungsarbeit, in der er ein Gegenmodell zur gängige Lehrmeinung entwickelt, nach der steigende Einkommen das alleinige Maß für Wohlfahrt sind. Der Geologe Hauke Marquardt setzte sich in den Natur- und Technikwissenschaften durch. Er untersucht im Labor Tiefenschichten der Erde, die durch direkte Bohrungen nicht erreicht werden können. Ziel ist die bessere Vorhersage von Naturkatastrophen. Neben den drei Spitzenpreisträgern werden sechs weitere Forscher mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. (03/08/10; Quelle: Körber Stiftung)

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