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Hänsel+Gretel–Stiftungspreis ermöglicht praxisnahe Prävention in Patenschaftsprojekten
AMYNA, das Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, hat für die Projektidee, ein Praxishandbuch zur „Prävention in Patenschaftsprojekten“ zu erstellen, den diesjährigen Hänsel+Gretel–Stiftungspreis erhalten. Mit dem Preisgeld von 5000 € wird AMYNA nun bis 2012 ein Handbuch erarbeiten, das praxisnahe Tipps und Hinweise für Vermittlungsstellen von Patenschaften für Kinder enthält.

Bild (privat): Jerome Braun (Geschäftsführer der Stiftung Hänsel+Gretel) gratuliert Christine Rudolf-Jilg (AMYNA) zur Auszeichnung.
„Die öffentliche Diskussion über Missbrauchsfälle in Institutionen im vergangenen Jahr und deren Aufarbeitung erweckt den Eindruck, dass die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen nun beseitigt sei. Das Projekt „Patenkinder“ von AMYNA zeigt dagegen sehr deutlich, welche Bedeutung nachhaltige präventive Arbeit im Kinderschutz weltweit besitzt. AMYNA fällt auf durch originäre Projektarbeit für den Kinderschutz und verdient deshalb Beachtung und Förderung“, so Barbara Schäfer-Wiegand (Vorsitzende der Stiftung).
Der Preis wurde am Sonntag durch den Geschäftsführer der Stiftung Jerome Braun in Karlsruhe an Christine Rudolf-Jilg, Mitarbeiterin im Institut überreicht, die das Projekt betreuen wird. „Missbrauch im Rahmen einer ehrenamtlichen Patenschaft für Kinder ist besonders perfide, sind diese Kinder doch meist besonders bedürftig, aber auch besonders verletzlich. Zudem werden durch solch eine Tat die unzähligen ehrenamtlich engagierten Menschen in unserer Gesellschaft, die Kinder tatsächlich unterstützen wollen, verunsichert und z.T. diskreditiert, obwohl sie sich völlig korrekt verhalten. Hier muss dringend für größere Klarheit in der Arbeit von Patenschaftsprojekten gesorgt werden. Wir können nun unseren Beitrag dazu leisten“, freut sich Rudolf-Jilg. (21/04/11; Quelle: Hänsel+Gretel-Stiftung)



