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Auszeichnungen
Hans-Peter Keitel erhält die "Luther-Rose 2009"
Die Luther-Rose 2009 für gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmercourage wird im im Rahmen eines Festaktes in Berlin an den Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung der Internationalen Martin Luther Stiftung. Mit der Luther-Rose werden Managerpersönlichkeiten geehrt, die sich in beispielgebender Weise mit ihrem Leben und beruflichen Wirken die reformatorische Tradition von Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl eingesetzt haben.
“Moral ist nichts Theoretisches, sondern eine konkrete tägliche Auseinandersetzung mit der Diskrepanz zwischen postulierten und gelebten Werten. Hier klar Position zu beziehen, zählt für mich zur Unternehmercourage”, sagte Keitel, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) ist.
Zum Werdegang Keitels: Nach dem Studium des Bauingenieurwesens sowie der Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften übernahm Keitel für Lahmeyer International, Frankfurt/ M., führende Aufgaben der Ingenieurberatung im In- und Ausland. Nach zwölfjähriger Tätigkeit wechselte er 1988 zur HOCHTIEF AG nach Essen und zeichnete dort zunächst verantwortlich für die Auslandsaktivitäten. 1990 wurde er in den Vorstand des Gesellschaft berufen, 1992 zu dessen Vorsitzenden und als Mitglied des Vorstandes der RWE AG bestellt. Nach mehr als 15 Jahren an der Spitze des größten deutschen Bauunternehmens wechselte er 2007 in den Aufsichtsrat. Von 2005 bis 2008 war Keitel Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und BDI-Vizepräsident. Seit 2009 ist er BDI-Präsident. Er ist Mitglied mehrerer Aufsichtsräte und Boards und nimmt eine Reihe ehrenamtlicher Aufgaben wahr, unter anderem als Honorarprofessor an der TU Berlin sowie als Präsident des Stiftungsrates der Stiftung Wissenschaft und Politik. In seiner evangelischen Gemeinde in Essen hat er sich als ein engagiertes Mitglied erwiesen. Dabei ist sein Engagement nicht nur ideell, sondern äußert sich auch in vielfältigen Aktivitäten. So ist er unter anderem Gründungsvorstand im Förderkreis der ev. Kirche am Heierbusch und Mitglied der Arbeitsgruppe “Kirche und Wirtschaft”. Sein privates und berufliches Leben gründet auf ein christliches Wertefundament und füllt das lutherische Berufsethos mit Leben, ohne davon viel Aufhebens zu machen. Die Luther-Rose wird am 10. November 2009, an Luthers 526. Geburtstag, im Rahmen der 2. Luther-Konferenz zur Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft der IMLS überreicht. Beim Festakt wird der Staatsminister im Bundeskanzleramt und CDU-Präsidiumsmitglied Eckart von Klaeden die Festrede halten. Mit dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Heinrich Haasis übernimmt einer der wichtigsten Unterstützer des Preises die Laudatio auf den Preisträger. Der Preis wird jedes Jahr an Luthers Geburtstag vergeben und in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Im vergangenen Jahr hat der deutsche Unternehmer und Begründer der größten Schuhhandelskette Europas, Dr. Heinz Horst Deichmann, diesen Preis erhalten. Der Preis ist undotiert. Das Preis-Symbol bildet eine wertvolle Reproduktion eines Details des mittelalterlichen Glasfensters (um 1310) aus der Erfurter Augustinerkirche. Dieses Fenster stand dem Reformator Martin Luther während seiner Erfurter Zeit als Augustinermönch (1505-1511) buchstäblich täglich vor Augen und hat ihn offensichtlich zu seinem Familienwappen und Siegel inspiriert. Es stellt eine Rose zwischen zwei Löwen dar. Am 8. Juli 1530 nannte Martin Luther diese Rose “ein Merkzeichen meiner Theologie” und versah sie mit einer eindrücklichen meditativen Erläuterung. Fortan verwendete der Reformator sie als sein Briefsiegel. Seither wurde die Luther-Rose zu einem wichtigen Symbol des weltweiten evangelisch-lutherischen Christentums. (09/11


