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Islamwissenschaftlerin erhält Gerda Henkel Preis

Der mit 100.000 € dotierte Gerda Henkel Preis geht in diesem Jahr an die Berliner Islamwissenschaftlerin
Gudrun Krämer. Nach Angaben der Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung fiel die Entscheidung einstimmig. "Gudrun Krämers Arbeit bringt uns einem tieferen Verständnis islamisch geprägter Kulturen und Gesellschaften sehr viel näher", sagte der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Michael Hanssler, zur Begründung. Historisch fundiert vermittele Krämer ein differenziertes Bild der heutigen Lebenswirklichkeit.

Krämer folgte 1996 einem Ruf als Professorin an die Freie Universität Berlin. Gastdozenturen und -professuren führten sie nach Kairo, Bologna, Paris, Jakarta, Erfurt und Beirut. Seit 2007 ist Krämer zudem Direktorin der im Rahmen der Exzellenzinitiative gegründeten Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies der Freien Universität Berlin.

Die Auszeichnung wird am 8. November in Düsseldorf übergeben. Der Preis ehrt seit 2006 in zweijährigem Turnus Wissenschaftler für herausragende Leistungen. Die Stiftung fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1976 Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Historischen Geisteswissenschaften.

Seit einigen Jahren wendet sie sich zudem Themen zu, die nicht ausschließlich historisch ausgerichtet sind. Mit Gudrun Krämer werde der Gerda Henkel Preis erstmals einer Vertreterin der Islamwissenschaft zuerkannt, hieß es. (13/07/10; Quelle: Gerda Henkel Stiftung)

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