Akteure & Konzepte
Auszeichnungen
Lessing-Preis für Kritik 2012 an Claus Peymann und das Theater RambaZamba
Der Lessing-Preis für Kritik wird am 13. Mai 2012 an den Regisseur Claus Peymann vergeben. Mit Peymann wird nach Auffassung der Jury ein ebenso unbequemer wie ideenreichen Künstler geehrt, dessen Theater sich in vielfacher Weise mit den Theaterprojekten Lessings berührt. Seit seinen Anfängen in den 60er Jahren habe der in Bremen geborene Regisseur gesellschaftliche Themen im Medium des Theaters reflektiert.

Nele Winkler / Foto: Jonas Ludwig Walter / Herzog August Bibliothek
Der Lessing-Preis für Kritik wird seit dem Jahr 2000 gemeinsam von der Lessing-Akademie Wolfenbüttel und der Braunschweigischen STIFTUNG NORD/LB ? ÖFFENTLICHE verliehen. Mit ihm wird, nach dem Vorbild Lessings, Kritik in einem elementaren, fachübergreifenden, auch gesellschaftlich wirksamen Sinn ausgezeichnet, eine bedeutende, geistig und institutionell unabhängige, risikofreudige kritische Leistung. Es gehört zur Besonderheit des alle zwei Jahre vergebenen Preises, dass der Preis¬träger einen Förderpreisträger eigener Wahl bestimmt.
Für den Förderpreis hat Claus Peymann das Berliner Theater RambaZamba nominiert. Es ist ein integratives Theaterprojekt für Menschen mit sogenannter Behinderung, hat sich den Status eines kommunalen Theaters erspielt und unterstützt die Ausbildung von Schauspielern mit Handicaps. 2006 war RambaZamba Teil des Kulturprogramms zur Fußball WM, der Premiere des Stücks Ein Herz ist kein Fußball wohnten so prominente Persönlichkeiten wie Wolfgang Schäuble oder André Heller bei. Die Schauspielerin Nele Winkler wurde von Peymann zu gleichen Teilen mit der Einrichtung selbst als Trägerin des Förderpreises benannt.
Die Laudatio auf Claus Peymann wird der renommierte österreichische Autor Peter Turrini halten, wie Peymann auch Träger des für das Lebenswerk vergebenen Nestroy-Theaterpreises.



