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Mo Ibrahim-Preis findet keinen Träger

Der vom sudanesisch-britischen Unternehmer Mohammed Ibrahim gestiftete Preis für gute Regierungsführung in Afrika wird dieses Jahr nicht verliehen. Wie die Mo Ibrahim-Stiftung mitteilte, habe sich die Jury nicht für einen Preisträger aus Afrika entscheiden können. Verliehen wird der mit fünf Mio. US-$ dotierte Preis seit drei Jahren an ehemalige afrikanische Staats- oder Regierungschefs, denen eine eine gute Regierungsführung nach gesagt werden kann.

Foto: Mo Ibrahim Foundation

„Es mag Jahre geben, da gibt es keinen Gewinner. Und dieses Jahr ist so ein Jahr”, kommentierte der Geschäftsführer und Stiftungsgründer des sudanesisch-britischen Mobilfunkunternehmen, Mohammed Ibrahim. Eigentlich waren der ehemalige südafrikanische Präsident Thabo Mbeki und Ghanas Ex-Regierungschef John Kufuor für den diesjährigen Ibrahim-Preis im Gespräch gewesen. Die Jury entschied jedoch, dass diesmal niemand den renommierten Preis für gute Regierungsführung verdient habe. Über die Gründe des Urteils wurden jedoch keine Angaben gemacht. Der Entscheidungsprozess sei „vertraulich“.

Für Andreas Mehler, Direktor des Hamburger GIGA-Instituts für Afrikastudien, steckt hinter der Nicht-Verleihung des Preises eine klare Botschaft: „Es ist sicherlich so, dass man grundsätzlich die Entscheidung des Preiskomitees auch nutzen kann, um auf die Malaise mit afrikanischen Regierenden hinzuweisen“, sagte Mehler in einem Interview mit der Deutschen Welle. (22/10/09; Quellen: DW; SZ; Der Tagesspiegel)

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