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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Preis für Hochbegabte geht nach Niederbayern

Der Verein QED (Quod Erat Demonstrandum) aus dem niederbayerischen Abensberg ist für ein Projekt zur Förderung Hochbegabter ausgezeichnet worden. Die Karg-Stiftung in Frankfurt vergab den mit 50.000 € dotierten Preis jetzt zum ersten Mal (s.auch Stiftung&Sposoring 5/2009, S. 20). Mit dem Preisgeld könnten die Seminare jetzt preiswerter angeboten werden.

Der Verein, ursprünglich ein Netzwerk von hochbegabten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Bayern, zählt rund 200 Mitglieder im Alter von 14 bis 25 Jahren. Die QEDler sind dabei keine Mathe-Nerds, sondern engagierte junge Menschen mit Spaß an der ganzen Mathematik – vor allem der außerhalb ihrer Mathematik-Schulbücher. In Ferienakademien und Seminaren auf Uni-Niveau, die sie selbst organisieren, entfliehen sie dem Unterricht. Und dabei geht es nicht um ein Höher, Schneller, Weiter – sondern um die Kompensation eines für die QEDler wenig fordernden, vorgegebene Formeln replizierenden und auf ihre individuellen Lernstände und Lernbedürfnisse wenig eingehenden schulischen Matheunterrichts.

Der Jury – der Karg-Stiftung verbundene Fachleute aus Begabungsforschung und -förderung – hat die Eigeninitiative imponiert. Das Projekt hat Modellcharakter und kann auch andere hochbegabte Jugendliche anleiten, wenigstens das Leben außerhalb der Schule zu gestalten: Selbsttätig ist in kurzer Zeit ein stabiles Netzwerk von Jugendlichen entstanden, die sich gegenseitig motivieren und ihre Ansprüche einlösen.

Das Preisgeld soll vor allen Dingen die Angebote des Vereins auf Dauer sicher stellen. Denn öffentliche Förderung hat QED bisher nicht erhalten. Zudem kann der Verein Seminare und Akademien kostengünstiger anbieten, denn es soll keiner von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Zusätzlich möchte QED die sogenannten Plus-Kurse in der Mittel- und Oberstufe an bayerischen Gymnasien bereichern. Ziel sei, die Hebung des dortigen Niveaus – so formulieren die QEDler selbstbewusst: „Komplexe Beweisführung statt Formeln herunterbeten und Aufgaben nach diesen zu lösen“ – so Vereinsvorstand Viktoria Ronge. Ziel der QEDler ist die Motivierung ähnlicher Netzwerke der Matheolympioniken in allen anderen Bundesländern. (02/11/09; Quellen: dpa/ Passauer Neue Presse)

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