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Auszeichnungen
Roland Berger Preis für Menschenwürde für Helmut Kohl
Der mit 1 Mio. € dotierte renommierte "Roland Berger Preis für Menschenwürde 2010" wird an Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl verliehen. Dies gab der Stifter und Vorsitzende des Kuratoriums der Roland Berger Stiftung, Prof. Dr. Roland Berger gestern in Berlin bekannt. Bundespräsident Horst Köhler wird die Auszeichnung am Abend des 26. April bei einem Festakt in Berlin dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler überreichen.

Der Stifter, Prof. Dr. h.c. Roland Berger, gibt den Preisträger 2010 bekannt.
So die Begründung des Preisvergabekomitees der Roland Berger Stiftung. Dem Preisvergabekomitee gehören neben dem Stifter selbst an: Der Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan, die beiden Nobelpreisträger Frau Dr. Shirin Ebadi und Prof. Muhammad Yunus, die Ärztin und Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler, der ehemalige deutsche Außenminister und Vizekanzler Dr. h.c. Joschka Fischer, Staatssekretär a. D. Dr. Gert Haller, bis 2009 Chef des Bundespräsidialamtes.
Den promovierten Historiker Helmut Kohl, der am 3. April 2010 seinen 80. Geburtstag feiern wird, prägt seit jeher die tiefe Überzeugung, dass die Einheit Deutschlands eine europäische Integration erst bedingt. Das Unrechtsregime in einem Teil Deutschlands, in dem staatliche Willkür und systematische Unterdrückung zum Alltag gehörten, widersprach Kohls christlichem, freiheitlichem und demokratischem Grundverständnis zutiefst. Menschenrechte und Menschenwürde zu fördern und der Wille, Deutschland als verlässlichen Bündnispartner in der NATO und Europäischen Gemeinschaft zu verankern, begründet sein politisches Handeln. Letztlich hat die Vision eines einigen Europas den Kanzler der Einheit nach dem Mauerfall auch auf seinem Weg zur Vollendung der Einheit Deutschlands angetrieben: “Das einstimmige Votum des Preisvergabekomitees würdigt im 20. Jahr der deutschen Einheit auch die Leistung eines großen Europäers”, sagte Roland Berger. (19/02/10; Quelle: Roland Berger Stiftung)



