topad


Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Schader-Preis 2010 für Wolf Lepenies

Der Soziologe Wolf Lepenies erhält den Schader-Preis 2010. Mit dem Preis zeichnet die Schader-Stiftung Gesellschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr öffentliches Wirken wichtige Beiträge für die Lösung gesellschaftlicher Probleme geleistet haben. Die Preisverleihung findet im Mai 2010 zusammen mit der feierlichen Eröffnung des Schader-Forums statt. “Der 69-Jährige ist einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Einmischung in Fragen der Zivilgesellschaft keine Trennung vornehmen”, teilte die Schader- Stiftung mit.

(Bild: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Von 1986 bis 2001 war Wolf Lepenies Leiter des Wissenschaftskollegs zu Berlin und hat in dieser Funktion maßgeblich dazu beigetragen, dass Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen und Regionen der Welt in einen Dialog treten und gegenseitig voneinander lernen konnten. Das in Berlin erprobte Modell eines interkulturellen und interdisziplinären Austausches hat Wolf Lepenies nach 1989 in andere Länder getragen: so war er als Initiator am Aufbau von Kollegs in vielen anderen Staaten beteiligt wie z.B. in Ungarn, Rumänien und Mali, um nur einige zu erwähnen. „Wolf Lepenies ist eine Ausnahmeerscheinung – als Wissenschaftler, Kulturpolitiker und als Person. Die Schader-Stiftung ist deshalb besonders stolz darauf, dass sie ihm im Mai 2010 den Preis überreichen darf“, erklärte der Vorsitzende der Preisjury und es Kuratoriums der Stiftung, Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard zu der Entscheidung.

Wolf Lepenies sei ein „handelnder Intellektueller“ – ein Soziologie, der für seine wissenschaftlichen Arbeiten viele Auszeichnungen erhalten hat und für seine „Einmischung“ unter anderem mit dem Theodor-Heuss-Preis (2000) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2006) geehrt wurde.

Der Schader-Preis wird jährlich von der Schader-Stiftung verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Preisgericht ist das Kuratorium der Stiftung. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Lord Ralf Dahrendorf (2009), Klaus von Beyme (2008), Franz-Xaver Kaufmann (2007), Gesine Schwan 2006), Ulrich Beck (2005), Bernd Raffelhüschen (2004), Hartmut Häußermann und Walter Siebel (2003), Fritz W. Scharpf (2002), Peter Graf Kielmansegg (2001), Meinhard Miegel (2000) und Renate Mayntz (1999). (26/01/10)

Zur Übersicht "Akteure & Konzepte // Auszeichnungen"