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Auszeichnungen
Streit um Medienpreis Emsland
m Emsland gibt es heftigen Streit um den mit 10.000 € dotierten Medienpreis Emsland der Johann-Alexander-Wisniewsky-Stiftung. Vier der fünf Jury-Mitglieder haben aus Protest ihren Rückzug erklärt. Die Jury hatte für den Preis zwei Beiträge ausgewählt, die von der in Lingen ansässigen Stiftung nachträglich aus formalen Gründen abgelehnt wurden. Von beiden Autoren habe unter anderem kein tabellarischer Lebenslauf vorgelegen, so die offizielle Erklärung.
jurymitglied Waltraud Luschny, Leiterin des NDR Studios Osnabrück bedauert den Vorfall für die beiden Journalisten, genauso wie für die Region Emsland. Für sie klingt das nach einem vorgeschobenen Argument: “Wenn diese Formalitäten wirklich so wichtig sind, hätte man diese Arbeiten gar nicht erst annehmen dürfen.” Stattdessen vermutet sie, dass der Stiftung der Inhalt der Beiträge nicht gepasst habe. Vor allem eine Reportage über Europas größte Hähnchen-Schlachterei in Haren von Sebastian Beck dürfte der Stiftung nicht gefallen haben. “Der Autor führt uns die Wirklichkeit vor Augen, und die ist nicht schön, sondern sie tut an manchen Stellen verdammt weh”, sagte Luschny.
Der Stiftungsrat wies die Darstellung der Jury zurück. In einer Pressemitteilung teilte er mit, dass er die eingereichten Arbeiten rechtlich habe prüfen lassen. Mit dem Ergebnis, dass die ausgewähltem Beiträge gegen die Anforderungen der Ausschreibung verstoßen hätten und somit nicht als Preisträger infrage kämen. Der Medienpreis Emsland werde aber trotz des Rückzugs der vier Jurymitglieder vergeben. (18/03/11; Quelle: NOZ, NDR)



