Akteure & Konzepte
Auszeichnungen
Umweltpreis für Nachhaltigkeitspionier und Firmengründer
Ehrenpreis für Gorbatschow
Der diesjährige Deutsche Umweltpreis der DBU geht an zwei Preisträger: Den Preis teilen sich einerseits Dr. Rainer Grießhammer, Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts Freiburg, sowie die Gründer der Firma Clean-Lasersysteme (Herzogenrath) Dr. Winfried Barkhausen und Edwin Büchter. Den mit 10.000 Euro dotierten Ehrenpreis erhält der ehemalige Präsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow.
Die Träger des Deutschen Umweltpreises 2010 (von oben links): Edwin Büchter, Dr. Winfried Barkhausen, Dr. Rainer Grießhammer und Ehrenpreisträger Michail Gorbatschow /Fotos: DBU
Die Firmengründer Barkhausen und Büchter, ebenfalls mit 245.000 € beschenkt, werden für ihre mobil einsetzbare Lasertechnik geehrt. Sie reinigt technische Oberflächen umweltschonend mit Licht, bietet aber auch ökonomische Vorteile und optimiert Arbeitsschutzbelange. Die von Clean-Lasersysteme entwickelte Technik ermöglicht Anwendungen mithilfe des Reinigungsmediums Licht, für die es bisher keine befriedigenden technischen Lösungen gebe:
* keine Reinigungsmittel als Abfall wie bei herkömmlichen Verfahren, * die Möglichkeit, abgesprengte Bestandteile alter Beschichtungen sortenrein zu recyceln, * das Absenken des Energieverbrauchs um bis zu 87 %.Auch wirtschaftlich ist die Technik im Vergleich zu bisher angewandten Verfahren klar im Vorteil, wenn etwa Kostenersparnisse von bis zu 70 % erzielt werden. Dass auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösemittel verzichtet werden könne, komme letztlich vor allem den Arbeitern in den Betrieben zugute, ergänzt Brickwedde: »Ein Paradebeispiel dafür, dass innovative Umwelttechnik die Umwelt entlastet und Arbeitsplätze schafft.«
Mit Blick auf Ehrenpreisträger Michail Gorbatschow führte Brickwedde aus, dessen Verdienste um die deutsche Einheit und das Ende des Kalten Krieges seien »legendär«: Er sei der Wegbereiter für eine friedlichere Welt gewesen. Doch Gorbatschow habe sich auch stets für den Umweltschutz eingesetzt. Hätte es Gorbatschow nicht gegeben, wären die sowjetischen Truppen nicht aus Deutschland abgezogen und hätten riesige ehemals als Militärflächen genutzte Naturareale nicht freigegeben. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik habe er sich stets für eine globale Ethik der Verantwortung, für eine Einheit von Natur und Mensch eingesetzt.
Die Preise übergibt Bundespräsident Christian Wulff am 31. Oktober in Bremen. (15/10/10, Quelle: DBU)



