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Christoph Otterbeck übernimmt Leitung des Marburger Museums für Kunst und Kulturgeschichte
Christoph Otterbeck wird am 16. April 2012 die Leitung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg übernehmen. Der 44-jährige Kunsthistoriker realisierte zuletzt als Kurator gemeinsam mit dem Team des Museum Giersch in Frankfurt am Main die Ausstellung „Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet – Künstler, Händler, Sammler“ (2011), die neben Werken von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und Alexej von Jawlensky zahlreiche Werke von heute weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern präsentierte und damit eine Rekonstruktion der einst facettenreichen expressionistischen Szene leistete.

Foto: © Philipps-Universität Marburg
Nach einem Studium der Kunstgeschichte, Religionswissenschaft und Ethnologie in Marburg und Fribourg (Schweiz) promovierte Otterbeck als Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung über die Künstlerreisen des frühen 20. Jahrhunderts mit einer Untersuchung zu den Fernreisen unter anderem von Nolde, Pechstein, Kandinsky sowie zur berühmten „Tunisreise“ von Klee, Macke und Moilliet. Schon früh legte Otterbeck seinen Schwerpunkt auf die Museumsarbeit. Aus mehreren Aufenthalten im Joseph Beuys Archiv in Kranenburg am Niederrhein (heute im Museum Schloss Moyland) resultierte der Einsatz als Gastkurator für eine Ausstellung mit zahlreichen Beuys-Zeichnungen im Kunsthaus Kaufbeuren. Ferner gehörte er dem Wissenschaftlichen Beirat der großen Jubiläumsausstellung des Westfälischen Landesmuseums Münster für die Ausstellung „Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen“ (2008) an und verfasste zahlreiche Beiträge für Ausstellungskataloge, unter anderem für das Museum Folkwang in Essen, das Zentrum Paul Klee in Bern und das Deutsche Historische Museum in Berlin.
Seit 2006 war Otterbeck zudem an verschiedenen Projekten des Marburger Museums beteiligt, insbesondere an der Realisierung der Ausstellung „Wege zur Moderne. Richard Hamann als Sammler“ sowie an der Ausstellung „BILD BUCH WORT WELT. Moderne Kunst und ihre Akteure“, die im Rahmen der universitären Lehre mit Studierenden entstand. (05/04/12; Quelle: Philipps-Universität Marburg)



