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Dr. Marita Haibach

Die ehemalige Staatssekretärin für Frauenangelegenheiten, Dr. Marita Haibach aus Wiesbaden, ist heute für ihre großen Verdienste auf dem Gebiet des professionellen und seriösen Fundraisings in Deutschland und Europa mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde durch Staatsminister Jürgen Banzer vorgenommen. Er würdigte in seiner Laudatio das Lebenswerk Haibachs.

“Dr. Marita Haibach hat als Pionierin des Fundraisings die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements gestärkt. Viele gemeinnützige Organisationen, Förderer und Stiftungen haben durch ihren unermüdlichen Einsatz profitiert”, so Banzer. Dr. Haibach habe über viele Jahre hinweg mit einem hohen Maße an Gemeinsinn, Sachkenntnis und Tatkraft speziell Frauen dazu ermutigt, selbst Stiftungen zu gründen und so eine wichtige Rolle in der Gemeinwesensarbeit zu spielen. (20/05/09)

Minister Jürgen Banzer skizzierte einige Stationen des ehrenamtlichen Engagements von Frau Dr. Haibach. So war sie 1993 Mitbegründerin des Deutschen Fundraising Verbandes und hat ehrenamtlich von 1996 bis 2002 im Vorstand und in vielen Arbeitsgruppen als Pionierin Ideen und Inhalte zur Entwicklung der Professionalität im Fundraising in Deutschland eingebracht und dazu beigetragen, dass Fundraising in Deutschland ein eigenständiges und anerkanntes Berufsbild wurde, was 1999 zur Gründung der Fundraising Akademie führte. Seit dem Jahr 2000 leitet Frau Dr. Haibach hier die Prüfungskommission. Frau Dr. Haibach war im Jahre 2002 auch Mitbegründerin und Vizepräsidentin und ist seit 2004 ehrenamtliche Präsidentin der European Fundraising Association (EFA). Des Weiteren ist Frau Dr. Haibach seit 1999 für die Resource Alliance als Botschafterin für Deutschland ehrenamtlich aktiv.

Sie war Mitinitiatorin der Erbinnen-Konferenz “Frauen erben anders. Mutig mit Vermögen umgehen” und Mitbegründerin von “filia, die Frauenstiftung”. Von der Gründungsphase im Jahr 2001 bis 2004 führte Frau Dr. Haibach die Stiftung ehrenamtlich als geschäftsführende Vorsitzende. Im Jahre 2003 war Frau Dr. Haibach auch Mitgründerin von Pecunia — Das ErbinnenNetzwerk e. V. und hat sich auch hier schon lange vor der Vereinsgründung große Verdienste für den Aufbau dieses Vereins erworben.

Frau Dr. Haibach ist Mitglied im Stiftungsrat der Karin-Burmeister-Stiftung in Pulheim, Vorsitzende des Kuratoriums der Internationalen Künstlerinnenstiftung “Die Höge” in Bassum und stellvertretende Vorsitzende der Frankfurter Stiftung Citoyen. Hier war sie, trotz enormer beruflicher Belastung, als kompetente und uneigennützige Beraterin ehrenamtlich tätig und hat der ehrenamtlichen Arbeit aller Beteiligten sehr oft die notwendi¬gen neuen Impulse gegeben.

Frau Dr. Haibach war außerdem von1998 bis 2001 Mitglied des Schiedsausschusses des Deutschen Spendenrates. In dieser Zeit war sie auch Board Member von EUConsult in Stockholm, einem Netzwerk, das insbesondere für Berater im europäischen Non-Profit-Markt ethische Richtlinien im Umgang mit Spendern und Organisationen entwickelt. Seit 2001 ist Frau Dr. Haibach Mitglied der Schlichtungsstelle im Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V. (VENRO). Im Zentrum für Nonprofit-Management der Westfälischen Wilhelms-Universität unterstützt Frau Dr. Haibach als Beiratsmitglied seit 2006 den Masterstudiengang “Nonprofit Management and Governance”. Des Weiteren hat sie in zahlreichen weiteren Bildungseinrichtungen Kurse zum Thema “Philanthropie und Fundraising” geleitet. Sie hat die Entwicklung des Fundraisings in Hochschulen und Schulen geprägt.

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