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Guido A. Zäch zurück in Paraleptiker-Stiftung
Die Schweizerische Paraplegiker-Stiftung (SPS) nimmt ihren wegen Veruntreuung verurteilten Ex-Präsidenten wieder unter Vertrag. "Die Stiftung hat mit Guido Zäch Mitte Oktober einen Mandatsvertrag abgeschlossen", sagt SPS-Vizepräsident Fibo Deutsch. Zäch werde Führungen im Paraplegiker-Zentrum Nottwil durchführen. Zudem soll er Legate und Gross-Spender betreuen. Die Höhe von Zächs Lohn gibt die Stiftung nicht bekannt; laut Deutsch bezieht er "ein völlig normales, fixes Honorar".
Der heute 74-jährige Guido A. Zäch hat die Paraplegiker-Stiftung und das Paraplegiker-Zentrum in Nottwil aufgebaut und mit Spenden von über 60 Millionen Franken pro Jahr finanziert. Ab 1999 geriet der Arzt wegen seines Finanzgebarens in die Kritik. 2005 wurde er wegen Veruntreuung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 16 Monaten verurteilt. Nachdem das Bundesgericht das Urteil bestätigt hatte, musste Zäch 2007 alle Ämter abgeben und 958.184 SFr zurückzahlen. Effektiv zurückerstattet hat Zäch bisher laut Angaben der Stiftung 200.000 SFr. Der Rest sei mit Zächs Haus pfandgesichert.
Nach dem Weggang von Zäch hatte die SPS von der Stiftungsaufsicht den Auftrag erhalten, die alten Strukturen zu entflechten, wie Deutsch weiter sagte. Diese seien auf die Person von Zäch ausgerichtet gewesen. Auch die Einführung einer Dachmarke steht nun zur Diskussion.
Die Reformen sind aber vorerst gestoppt: Man habe festgestellt, dass ein Teil der Reformen bisher zu wenig kommuniziert worden sei, was zu Verunsicherung geführt habe. “Der Stiftungsrat hat eine Denkpause bis zum 27. November beschlossen”, sagte Deutsch. Bis dann solle das weitere Vorgehen festgelegt und nochmals mit Betroffenen kommuniziert werden. (09/11/09; Quellen: SF, NZZ)



