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Kasper König bleibt in Köln

Kasper König, Direktor des Museum Ludwig, hat Ende März im Beisein von Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und Kulturdezernent Georg Quander seine Vertragsverlängerung unterzeichnet. "Der derzeitige Vertrag, der zum 30.11.2010 ausläuft, wird nun bis zum 30.11.2012 verlängert. Die Bedingungen, die bisher an den Vertrag geknüpft waren, haben weiterhin Bestand.

Foto. U. Molitor

Er bedankte sich ausdrücklich für das “faire Miteinander” bei den zurückliegenden Vertragsverhandlungen.

Kulturdezernent Prof. Georg Quander ist froh, dass mit der Vertragsverlängerung eine Kontinuität für das Museum Ludwig erreicht werden konnte. Quander betonte, dass Kasper König in den vergangenen 10 Jahren im jüngsten der Kölner Museen entscheidend das kulturelle Renommee der Stadt prägen konnte. Diese erfolgreiche Arbeit kann nun für zwei Jahre fortgesetzt werden. Außerdem, so Quander, habe die Stadt nun wichtige Zeit gewonnen, perspektivisch die Nachfolge von Kasper König planen zu können.

Auch Kasper König bekräftigte, dass die Stadt die gewonnene Zeit nutzen müssen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Für das Museum Ludwig bedeutet die Vertragsverlängerung eine Planungssicherheit, um die Projekte für 2011 und 2012 realisieren zu können. König unterstrich, dass er sich mit seiner Vertragsverlängerung für Kontinuität eingesetzt habe. Er habe keine Sonderkonditionen verhandelt, sondern mit seiner Verlängerung eine Fortsetzung der seit 2001 geltenden Bedingungen für das Museum Ludwig erreicht. Das Haus erhält weiterhin zwei Volontariatsstellen und der Ausstellungsetat von 250.000 Euro bleibt erhalten. Der Ankaufsetat von bis zu 1,5 Mio. Euro setzt voraus, dass zu den 500.000 Euro, die die Ludwig Stiftung gibt, weitere Drittmittel bis zu einer Höhe von ebenfalls 500.000 Euro durch das Museum eingeworben werden. Diese werden dann durch die Stadt jeweils um die Hälfte des Betrags ergänzt.

Sammlung
Als Basis seiner musealen Arbeit bezeichnete König die Arbeit mit der eigenen Sammlung. Die international bedeutende Sammlung des Hauses wird konsequent weiterentwickelt. Dies geschieht durch historisch ausgerichtete Ankäufe, wie beispielsweise der Ankauf der Sammlung Agfa oder zuletzt der Sammlung Mrazkowa, wodurch außerordentliche Schätze ans Haus gebunden werden konnten. Ankäufe zeitgenössischer Positionen sowie deren wissenschaftliche Aufbereitung weisen perspektivisch in die Zukunft und schärfen das eigene Profil, das immer auf Qualität bedacht ist.

König erklärte, dass es dem Haus erfreulicherweise gelingt, das bürgerliche Engagement nachhaltig zu wecken. Zukunftsweisend war in diesem Zusammenhang 2008 die Gründung einer eigenen Kunststiftung, die der Erweiterung der Sammlung dient. Der Gründung der Kunststiftung verdankt das Haus beispielsweise die spektakuläre Schenkung der Kölner Sammler Ulrich Reininghaus und Anna Friebe-Reininghaus von rund 200 Editionen von Sigmar Polke, die nun in die Bestände des Museum Ludwig gehören [vgl. Bernd Beckenbauer: Die Kunststiftung im Museum Ludwig Köln, S&S 5/2009, S. 10].

Weiterhin hob König die Ankäufe durch den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, den Jungen Ankauf und die Ankäufe des Kuratoriums und der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und Museums Ludwig sowie die finanzielle Unterstützung der Kunststiftung der Länder, der Staatskanzlei NRW oder der Kunststiftung NRW hervor. (07/04/10; Quelle: Museum Ludwig)

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