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Neuer Chef für RAG-Stiftung gesucht

Die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zufolge den Führungsposten der RAG-Stiftung neu besetzen. Das berichtete die Zeitschrift in Ihrer Online-Ausgabe am Samstag unter Berufung auf Koalitionskreise. Der amtierende Stiftungs-Chef Wilhelm Bonse-Geuking, der eigentlich bis 2012 bestellt ist, gilt als enger Vertrauter des früheren Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers.

Noch hat die Regierung aber keinen Nachfolger gefunden. Dem früheren Staatssekretär Alfred Tacke, der dem Vernehmen nach Interesse an dem Posten hätte, werden wenig Chancen eingeräumt. Laut “Focus” ist nun Eggert Voscherau, Chef des BASF-Aufsichtsrats, im Gespräch. Die Unterstützung der Gewerkschaft IG BCE hätte er. Doch Voscherau selbst hält offenbar beide Ämter für unvereinbar: Er war schon einmal Mitglied des Kuratoriums, das die Arbeit der RAG-Stiftung kontrolliert, und trat zurück, als BASF ihn zum Aufsichtsrats-Chef machte.

Der Sprecher der RAG-Stiftung sagte: “Zu Spekulationen über die Besetzung des Vorstands nimmt die Stiftung keine Stellung.” Die Abberufung von Vorständen sei allein Sache des Kuratoriums. Hier hat Hannelore Kraft als eins von 13 Mitgliedern eine wichtige Rolle.

Die RAG-Stiftung ist Eigner der Evonik AG und soll nach dem Ende der Kohleförderung für die Ewigkeitslasten der Zechen aufkommen. (02/08/10; Quelle: Focus Online)

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