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Seemann will Präsident der Klassik Stiftung bleiben

Hellmut Seemann will erneut Präsident der Klassik Stiftung Weimar werden. Das bestätigte der noch amtierende Präsident der "Thüringischen Landeszeitung". Damit ist Seemann einer von den insgesamt 27 Kandidaten, die sich um das Amt beworben haben. Die Findungskommission hatte in dieser Woche erstmals die Bewerbungen gesichtet.

Die Ausschreibung war notwendig geworden, weil der Stiftungsrat unter Führung von Thüringens Kultusminister Christoph Matschie im Oktober beschlossen hatte, den Vertrag mit Seemann nach zehn Jahren Amtszeit nicht zu verlängern. Anschließend war der Posten neu ausgeschrieben und eine Findungskommission mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger beauftragt worden. Matschie hatte Seemann persönliche Versäumnisse vorgeworfen. Dessen Vertrag läuft Ende Mai aus.

Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, man werde zu Personal-Angelegenheiten in dieser Phase keine Stellung nehmen. Die Findungskommission soll in den kommenden Wochen ihr Votum abgeben. In dem Gremium sitzen Geldgeber, Vertreter von Bund, Land und Stadt, Mitglieder des Stiftungsrates und andere Kulturschaffende. Stiftungsratvorsitzender Matschie ist selbst nicht Mitglied der Kommission. Über die Besetzung des Präsidentenpostens wird letzten Endes aber der Stiftungsrat entscheiden.

Seemann hatte im Juni 2001 die Führung der Klassik Stiftung übernommen. In seiner Amtszeit wurde die damalige Stiftung Weimarer Klassik mit den Staatlichen Kunstsammlungen Weimar zusammengeführt. Seemann war als Präsident wiederholt in die Kritik geraten. So wurde ihm vorgeworfen, kein Konzept zur Profilierung der Stiftung mit Goethe-Nationalmuseum, Goethe- und Schiller-Archiv sowie der Anna Amalia Bibliothek zu haben. Bei der Standortsuche für einen Neubau des Bauhaus-Museums agierte Seemann ebenfalls unglücklich und brüskierte mit seinem Eintreten für den Theaterplatz den Stadtrat, der einen anderen Standort bevorzugte.

Die Klassik Stiftung Weimar ist die zweitgrößte Kulturstiftung Deutschlands und für nahezu sämtliche Museen in der Kulturstadt verantwortlich. (24/01/11; Quellen: Der Tagesspiegel, Thürinigische Landeszeitung)

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