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Trauer um Dr. Veronica Carstens
Dr. med. Veronica Carstens hat Naturheilverfahren in Deutschland hoffähig gemacht: Die Gattin des ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens hat sich wie keine zweite für eine Medizin eingesetzt, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt. "Wir verneigen uns vor dem Lebenswerk von Dr. Veronica Carstens", sagt Erich Steinsdörfer, Leiter des Deutschen Stiftungszentrums. "Ihre Stiftung ist dem DSZ und dem Stifterverband eng verbunden. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten in diesen Tagen ihren Angehörigen. Wir haben eine große Kämpferin für eine menschliche Medizin verloren."

Dr. Veronica Carstens im Jahr 201(Foto: Bernardo Friese/Carstens-Stiftung)
Mitte der 1980er-Jahre schien der Graben zwischen Naturheilkundlern und Schulmedizinern unüberwindbar. Heute ist die Vision von Veronica Carstens (“Der Arzt der Zukunft soll zwei Sprachen sprechen – die der Schuldmedizin und die der Naturheilkunde”) Realität geworden: Traditionelle Heilmethoden werden immer häufiger mit konventionellen Ansätzen kombiniert.
Veronica Carstens hat ihren Beruf als Ärztin mit der Berufung zur Naturheilkunde verbunden. In ihrer eigenen internistischen Praxis in Meckenheim, die sie auch während der Präsidentschaft ihres Mannes weiterführte, war sie unzufrieden mit den Nebenwirkungen vieler Medikamente. Gleichzeitig fehlte es den Naturheilverfahren an wissenschaftlichen Nachweisen. Veronica Carstens verstand sich als Vermittlerin zwischen den Lagern: Ihr gelang es, Hochschulprofessoren und naturheilkundliche Ärzte an einen Tisch zu bringen.
Die öffentliche Gedenkfeier zum Abschied von Dr. Veronica Carstens wird am 13. Februar 2012, ab 13.00 Uhr in der Beethovenhalle in Bonn stattfinden. (30/01/12; Quelle: Deutsches Stiftungszentrum / Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft)



