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Von Behring-Röntgen-Stiftung mit neuem Vizepräsidenten

Die in Marburg ansässige Von Behring-Röntgen-Stiftung zur Förderung der Hochschulmedizin in Gießen und Marburg hat ein neues Vorstandsmitglied. Der Urologe Professor Dr. Wolfgang Weidner wurde von der Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung, der hessischen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann, für fünf Jahre zum neuen Vizepräsidenten bestellt. Der 63-jährige folgt Prof. Dr. Friedrich Grimminger im Amt, der der Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2006 angehört hat.

Foto: Privat

Prof. Weidner ist seit 1993 Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH am Standort Gießen. In den Jahren 2006 bis 2009 war er Dekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 2010 koordiniert er als einer der führenden Forscher im Bereich der Reproduktionsmedizin den LOEWE-Schwerpunkt „Männliche Infertilität bei Infektion und Entzündung.“ Für seine herausragenden Verdienste in der Fort- und Weiterbildung erhielt er im Jahr 2000 den Felix-Martin-Oberländer Preis der Deutschen Gesellschaft für Urologie.

Als Vorstandsmitglied der Von Behring-Röntgen-Stiftung hat er gemeinsam mit seinen beiden Kollegen die Aufgabe die Förderrichtlinien und das jährliche Förderprogramm der Stiftung aufzustellen, die Kooperation der beiden medizinischen Fachbereiche in Marburg und Gießen zu stärken sowie die ordnungsgemäße Verwendung und Verwaltung der Stiftungsgelder zu überwachen.

Neben Prof. Weidner gehören dem Vorstand als Präsident Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Staatssekretär a.D., sowie als Vizepräsident der Marburger Virologe Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk, an.

Die in Marburg ansässige Von Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Mit einem Stiftungskapital von 100 Mio. €, aus dessen Zinserträgen die Förderung erfolgt, gehört sie zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland. Gegründet wurde sie im Zuge der Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg im Jahr 2005 und der anschließenden Privatisierung 2006 mit dem Ziel, an beiden Standorten neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu sichern und zu entwickeln. Der Vorstand wird durch einen wissenschaftlichen Beirat aus renommierten medizinischen Experten unterstützt. Er berät die Stiftung bei allen fachlichen Angelegenheiten, insbesondere der Verwendung der Stiftungserträge für Forschungsförderung. Seit ihrer Gründung hat die Von Behring-Röntgen-Stiftung bereits 7,6 Mio. € für medizinische Forschungsvorhaben der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen bewilligt.

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