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121 Sporthilfe-Athleten in Vancouver am Start
Von den 153 deutschen Startern (58 Frauen und 95 Männer) bei den Olympischen Spielen in Vancouver werden 121 Athleten (= 79 %) aktuell von der Stiftung Deutsche Sporthilfe gefördert, nahezu alle deutschen Olympiastarter wurden im Laufe ihrer Karriere zumindest für einen Zeitraum von der Sporthilfe gefördert. 43 Athleten (= 28 %) profitieren dabei von der Eliteförderung, der höchsten Stufe im Fördersystem der Stiftung. Aus der Nachwuchs-Eliteförderung, der höchsten Förderstufe für Talente, gehen 14 Athleten in Vancouver an den Start.

Foto: Stiftung Deutsche Sporthilfe
Über 37 Prozent der Olympiamannschaft werden als potenzielle Medaillenkandidaten von der Sporthilfe in den beiden höchsten Förderstufen (Elite- bzw. Nachwuchs-Eliteförderung) unterstützt. Die Athleten der Eliteförderung können zusätzlich zur laufenden Förderung eine monatliche „Elite-Prämie“ von 350 € und individuelle schulisch-berufliche Fördermaßnahmen beziehen. Voraussetzung dafür sind ein Medaillenerfolg bei Weltmeisterschaften oder eine Goldmedaille bei Europameisterschaften. Zu den nominierten Elitesportlern gehören u.a. André Lange (Bob), Natalie Geisenberger und Felix Loch (Rennrodeln), die Biathletinnen Kati Wilhelm, Magdalena Neuner und Martina Beck oder das Eiskunstlaufpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy.
Nachwuchs-Elitesportler erhalten neben der Regelförderung zusätzlich ein jährliches Budget von bis zu 3.000 €, das ausschließlich maßnahmenbezogen bewilligt wird. Eine mehrjährige Karriereplanung und eine jährliche Abstimmung aller Maßnahmen, in der Sport und schulische bzw. berufliche Ausbildung integriert werden, runden die Nachwuchs-Eliteförderung ab. Zu den Nachwuchs-Elitesportlern der Olympiamannschaft gehören Sarah Hecken (Eiskunstlauf), die Skiläuferinnen Viktoria Rebensburg und Susanne Riesch sowie der Nordische Kombinierer Eric Frenzel.
Die Deutsche Sporthilfe wird an die von ihr geförderten Athleten des deutschen Teams auch wieder Olympiaprämien ausschütten. Eine Goldmedaille wird mit 15.000 € honoriert, Silber mit 10.000 € und Bronze mit 7.500 €. Das Prämiensystem der Sporthilfe reicht bis zu Platz acht, der mit 1.500 € berücksichtigt wird. 2006 in Turin wurden für 27 der 29 deutschen Medaillen (= 93 %), die mit Hilfe Sporthilfe-geförderter Athleten zustande kamen, darunter alle elf Goldmedaillen, insgesamt 682.000 € Prämien von der Sporthilfe gezahlt. „Mit unseren vielfältigen Förderbausteinen versuchen wir, die gesamte Karriere der geförderten Athleten zu unterstützen, insbesondere auch Ausbildung und Beruf in der „Dualen Karriere“, so Dr. Michael Ilgner. „Unsere Erfolgsprämien machen dabei ca. ein Drittel unserer Förderung aus.“ (04/02/10; Quelle: Stiftung Deutsche Sporthilfe)
Mehr zum Thema Sportförderung finden Sie in Stiftung&Sponsoring Ausgabe 4/2009



