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20 Jahre Klaus Tschira Stiftung

Die Stiftung feiert ihr Jubiläum mit einer besonderen Aktion: Extra¹². Dabei unterstützt sie 2015 jeden Monat ein Projekt aus der Rhein-Neckar-Region, das außerhalb ihres Förderprofils liegt, sprich: Vereine, Einrichtungen oder Aktionen, die keinen naturwissenschaftlichen, mathematischen oder informationstechnischen Bezug haben.

Der Physiker Klaus Tschira hat sich 1995 viel vorgenommen. Der KTS-Geschäftsführer wollte Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik fördern – und die Wertschätzung für diese Fächer. Gemeinsam mit der heutigen Mit-Geschäftsführerin, Beate Spiegel, baute der SAP-Mitgründer dazu seine Stiftung auf. Die Klaus Tschira Stiftung zählt zu den größten gemeinnützigen Stiftungen Europas, die mit Privatvermögen ausgestattet wurden. Über 300 Mio. € hat die Stiftung in den vergangenen beiden Jahrzehnten ausgeschüttet. Allein 32,6 Mio. waren es 2013.


Geschäftsführer Klaus Tschira und Mit-Geschäftsführerin Beate Spiegel
Foto: Klaus Tschira Stiftung

Nicht nur Kennern der Stiftungsszene, Professoren und Nachwuchsforschern ist die Klaus Tschira Stiftung ein Begriff. Jährlich strömen zehntausende Besucher zu ihren naturwissenschaftlichen Erlebnistagen Explore Science in den Mannheimer Luisenpark. Und auch die Kleinsten profitieren vom Engagement der KTS. Im Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung (Forscherstation) lernen pädagogische Fachkräfte, wie man gemeinsam mit Kindergartenkindern Naturphänomene entdeckt. Die Kunst, komplexe Sachverhalte, einfach zu erklären und so verstehbar zu machen, müssen auch Wissenschaftler beherrschen. Um Ihnen das nötige Handwerkszeug zu vermitteln, gründete die Stiftung 2012 gemeinsam mit dem KIT das NaWik, das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation.

Explore Science, NaWik und Forscherstation sind Beispiele für Projekte und Einrichtungen, die die KTS in den vergangenen 20 Jahren ins Leben gerufen bzw. als Töchter oder Beteiligungen gegründet hat. Immer mit dem Ziel, ausgewählte Themenschwerpunkte zu fördern. Dazu gehört beispielsweise das Heidelberger Institut für Theoretische Studien. Wissenschaftler streben dort mithilfe von datengetriebener Forschung nach neuen Erkenntnissen in den Naturwissenschaften. Die Tochterstiftung Heidelberg Laureate Forum Foundation organisiert jährlich die internationale Netzwerkveranstaltung Heidelberg Laureate Forum, bei der Nachwuchswissenschaftler der Mathematik und Informatik auf Koryphäen ihrer Fächer treffen.

Die stiftungsnahen Einrichtungen zählen inzwischen über 300 Mitarbeiter. Auch Klaus Tschira ist heute noch jeden Tag an seinem Schreibtisch zu finden. Um etwas für andere zu tun – aber auch für sich selbst. “In Harvard habe ich Anfang der 1990er-Jahre den Vortrag eines Professors gehört”, erinnert sich Tschira. Dieser habe verkündet, dass Menschen, die nach erfolgreicher beruflicher Tätigkeit in ein tiefes Loch fielen, ein 15-mal größeres Risiko hätten, frühzeitig zu sterben. “Das ist doch ein beachtlich hoher Wert, den man nicht vernachlässigen kann”, sagt der Stifter augenzwinkernd.

Im Jubiläumsjahr organisieren die KTS-Einrichtungen ein besonderes Programm für ihre Mutterstiftung – von Symposien über Ausstellungen bis hin zu einem besonderen Wettbewerb für Schüler-Teams. Den Anfang der Veranstaltungen markiert am kommenden Freitag, 23. Januar, ein wissenschaftliches Symposium des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) im Studio Villa Bosch.

(19.1.2015 | Quelle: Klaus Tschira Stiftung)

Website zum Jubiläum der Klaus Tschira Stiftung

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