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30 Gymnasien in NRW starten Modellprojekt „Ganz In“

Gymnasien aus ganz Nordrhein-Westfalen nehmen am Modellprojekt „Ganz In – mit Ganztag mehr Zukunft. Das neue Ganztagsgymnasium NRW“ teil. Die Schulen werden in den nächsten sechs Jahren ihr schulisches Angebot auf Ganztagsbetrieb umstellen, neu ausrichten und profilieren. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator, des Instituts für Schulentwicklungs-forschung Dortmund, stellvertretend für die drei Ruhrgebietsuniversitäten, und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Projektpartner stellen innerhalb dieses Public-Private-Partnership insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung.

„Der Ganztag bietet mehr Zeit für individuelle Förderung, er erhöht die Bildungs-gerechtigkeit und ermöglicht es den Eltern, Familie und Beruf zu vereinbaren“, sagt Schulministerin Barbara Sommer. „Die meisten unserer Gymnasien haben bisher wenig Erfahrung mit dem Ganztag. Die Pilotschulen des Projekts übernehmen eine Vorreiterrolle für den weiteren Ausbau des Ganztags an den Gymnasien in Nordrhein-Westfalen.“

Die 30 Gymnasien im Projekt „Ganz In“ sind Teil der Ganztagsoffensive der Landesregierung, in der in diesem und im nächsten Schuljahr in Nordrhein-Westfalen 115 Gymnasien starten. Als Modellschulen werden sie erstmals mit wissenschaftlicher Begleitung Unterrichts- und Organisationsmodule konzipieren, die in den Modellschulen eingeführt und später den anderen Gymnasien zur Verfügung gestellt werden.

Gymnasien aus Nordrhein-Westfalen, die den Ganztagsbetrieb aufnehmen wollen, konnten sich bis Ende Februar bewerben. Die Hälfte aller antragsberechtigten Gymnasien hat sich für eine Teilnahme an dem Modellprojekt entschieden. Die 30 Schulen wurden unter allen eingegangen Bewerbungen von einer Expertengruppe mit Vertretern der sechs Projektpartner ausgewählt. Auswahlkriterien waren unter anderem die Teilnahme an der Ganztagsoffensive NRW (gebundener Ganztag), die Zustimmung der Schulkonferenz, regionale Verteilungs- und Einzugsgebiet der Schulen, die Zusammensetzung der Schülerschaft sowie die Auswahl der Fachbereichsschwerpunkte.

„Das große Interesse der Schulen und die Qualität der Bewerbungen zeigt, dass wir mit ‚Ganz In‘ ein äußerst attraktives Bildungsangebot entwickelt haben. ‚Ganz In’ ermöglicht individuelles Lehren und Lernen. Das Ganztagsgymnasium ist für uns ein Schlüssel zur Teilhabe an Bildung“, sagt Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Die Stiftung investiert insgesamt 7,7 Millionen Euro in das Vorhaben.

In den Modellschulen werden erstmals mit wissenschaftlicher Begleitung Unterrichts- und Organisationsmodule konzipiert, die in den Modellschulen eingeführt und später anderen Gymnasien zur Verfügung gestellt werden. In den nächsten Monaten werden die Schulen mit Unterstützung von Schulentwicklungsberatern ihre Ganztagskonzepte optimieren und umsetzen. Das Projekt wird wissenschaftlich vom Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund begleitet. „Die Forschung ist zentral für die spätere Übertragbarkeit von ‚Ganz In‘. Das Projekt ist in seiner Qualität, dem Umfang und der Perspektive in der bundesdeutschen Bildungslandschaft einzigartig“, erklärt Prof. Dr. Wilfried Bos, Direktor des IFS. (20/04/10; Quelle: Stiftung Mercator)

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