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Abtei Brauweiler: Archiv für Künstlernachlässe eröffnet
Viele Gäste waren der Einladung der Stiftung Kunstfonds als Betreiberin des Nachlassarchivs zur Eröffnung gefolgt. Erst im März hatte die Einrichtung mit Sitz in Bonn die Räume auf dem Gelände der Abtei Brauweiler, Auf der Insel, bezogen. Seither bestücken Leiterin Regina Barunke und ihre Mitarbeiter die vier großen und das kleine Lager in der ehemaligen Hofanlage mit Nachlässen von Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts.

Foto: Abtei Brauweiler
22 Nachlässe hat sich die Stiftung schon vertraglich gesichert, wie Geschäftsführer Prof. Dr. Gerhard Pfennig verriet. Dazu zählen Arbeiten von Ludger Gerdes, Gerhard Wind und Godehard Lietzow. Die Nachlässe, die „von Relevanz für die Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhun dert sein müssen“ (Pfennig), wählt eine Jury aus. Das letzte Wort hat der Stiftungsrat. Ihm gehören Künstler, Galeristen und Kuratoren an. In dem Gebäude werden die Gemälde, Grafiken, Skulpturen und anderen Objekte fotografiert, erfasst, in eine Datenbank überführt, archiviert, deponiert und ausgestellt.
Da sich das Nachlassarchiv selbst tragen soll, sollen ausgewählte Werke in Absprache mit den Nachlassgebern an Galerien verkauft oder versteigert werden, so Pfennig. Den ehemaligen Gutshof, in dem Rüttgers als Kind gerne gespielt hatte, hat der Landschaftsverband Rheinland für 2,9 Mio. € umbauen lassen. 1,9 Mio. € hat das Land übernommen. Die Betriebs- und Personalkosten trägt die aus Bundesmitteln finanzierte Stiftung Kunstfonds. Noch ist nicht klar, wann die beiden anderen geplanten Gebäude des „Schaumagazins Brauweiler“ gebaut werden. Doch nach einem schon erfolgten Architekturwettbewerb „soll es so schnell wie möglich weitergehen“, kündigte NRW-Mnisterpräsident Rüttgers während seines Rundgangs durch das Archiv an. (20/04/10; Quelle: PR: Stiftung Kulturfonds)



