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Acht deutsche Großunternehmen gründen Stiftung gegen Homophobie am Arbeitsplatz

Ziel der von Accenture, BASF, Commerzbank, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, IBM, SAP und White&Case ins Leben gerufenen PrOut@Work-Foundation ist es, eine offene Unternehmenskultur zu fördern. Das Ziel lautet, Chancengleichheit für Menschen jeglicher sexuellen Identität zu erreichen.

“Vor allem im Arbeitsleben gibt es in Deutschland immer noch Vorbehalte gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie Trans- und Intersexuellen”, berichtet Albert Kehrer, Mitinitiator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Sie will Vorurteilen und Ablehnung mit Aufklärung und Bildung begegnen. “Mit unserer Stiftung möchten wir den Nutzen von Vielfalt am Arbeitsplatz aufzeigen und dafür sorgen, dass Chancengleichheit in Unternehmen erreicht wird“, so Kehrer. Als Maßnahmen plant PrOut@Work Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung. Des Weiteren möchte sich die Stiftung mit anderen Organisationen zusammentun, um sich gemeinsam für den Abbau von Homo- und Transphobie am Arbeitsplatz zu engagieren.

“Wir sind von der Notwendigkeit und vom Mehrwert dieser Stiftung absolut überzeugt”, erklärt Albert Reicherzer, Bereichsvorstand Human Resources der Commerzbank AG, als Vertreter eines der stiftenden Unternehmen. “Mit der neugegründeten Stiftung können wir dazu beitragen, die Rahmenbedingungen auch unternehmensübergreifend weiter zu verbessern.“

Die Idee zu PrOut@Work entwickelten die Initiatoren der Stiftung, Albert Kehrer und Jean-Luc Vey, bereits im Jahr 2005. Beide leiteten damals schwul-lesbische Mitarbeiternetzwerke in großen Unternehmen und waren von der Notwendigkeit eines unternehmensübergreifenden Austauschs überzeugt. Heute fördern immer mehr Unternehmen solche Netzwerke und entwickeln eigene Aktivitäten im Rahmen ihres Diversity-Managements. “Diese Unternehmen haben erkannt, dass Teams mit heterogener Zusammensetzung innovative Ergebnisse hervorbringen, die den Anforderungen immer vielfältigerer Kundenkreise entsprechen. Wir möchten mit unserer Stiftung dazu beitragen, dass in den Organisationen ein wertschätzendes Klima für alle Mitarbeitenden existiert, um vielfältige Teams zu ermöglichen. Somit tragen wir zum Unternehmenserfolg bei”, betont Kehrer.

Die PrOut@Work-Foundation ist eine selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Satzungsgemäß setzt sie sich für die Chancengleichheit von Menschen jeglicher sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität und geschlechtlichen Ausdrucks am Arbeitsplatz ein. Über verschiedene Bildungsprojekte möchte sie einen Beitrag zum Abbau von Homophobie im Arbeitsleben leisten. Albert Kehrer und Jean-Luc Vey bilden gemeinsam den ersten Stiftungsvorstand. Im Beirat sitzen die stiftenden Unternehmen.

(9.1.2014 | Quelle: PrOut@Work-Foundation)

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