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Aufnahme des 7. START-Stipendiatenjahrgangs

Der Kreis der hessischen START-Stipendiaten ist erneut gewachsen: 22 talentierte, leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind in das START-Stipendienprogramm aufgenommen worden. START möchte die Jugendlichen auf dem Weg zum Abitur unterstützen und sie damit in ihrer Integration in unsere Gesellschaft stärken.

Die Aufnahmeurkunden überreichte der Staatsminister für Justiz und Kultus, Jürgen Banzer, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in den Räumen der Deutschen Nationalbibliothek. Die 12 Mädchen und 10 Jungen haben sich unter rund 240 Bewerbern durchgesetzt. Ausgewählt wurden sie von der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH und weiteren zwölf Partnern, die START in Hessen als gemeinsame Bildungsinitiative anbieten. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Alter von 14 bis 18 Jahren besuchen die Klassen neun bis elf in neun Gymnasien, sieben Realschulen und vier Gesamtschulen. Ihre Herkunftsländer sind: Ägypten, Äthiopien, Afghanistan, Albanien, Eritrea, Griechenland, Irak, Iran, Kosovo, Marokko, Nepal, Polen, Somalia, Syrien, Türkei, Vietnam.

„Den Jungen und Mädchen, die mit dem heutigen Abend in das START-Stipendiatenprogramm aufgenommen werden, möchte ich gratulieren und ihnen alles Gute für ihre schulische und persönliche Entwicklung wünschen. Ihr seht euch unterstützt von ehemaligen Stipendiaten, der START-Stiftung und Förderern, die euren Weg begleiten und unterstützen. Der START-Stiftung möchte ich meine Anerkennung für ihr Engagement aussprechen. Sie leistet hier einen wirklich großartigen Beitrag für die Entwicklung des Bewusstseins, dass Integration nicht nur eine bildungspolitische sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Dabei nehmen die Stipendiaten eine wichtige Rolle als Vorbilder ein“, so Staatsminister Jürgen Banzer.

START zeichnet sich neben der finanziellen Unterstützung vor allem durch eine ideelle Förderung aus. Die Schülerinnen und Schüler erhalten monatlich ein Bildungsgeld in Höhe von 100 Euro, das für Bildungsausgaben wie zum Beispiel Schulbücher, Musikunterricht oder Theaterbesuche vorgesehen ist. Die ebenfalls gestellte PC-Grundausstattung mit Internetanschluss ermöglicht unter anderem einen intensiven Austausch der Stipendiaten. Das Herzstück des Stipendiums ist die ideelle Förderung: Wahlseminare im künstlerisch-kreativen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Bereich sollen den Jugendlichen ermöglichen, stärker ihren eigenen Interessen und Talenten nachzugehen und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Parallel dazu werden die Schülerinnen und Schüler eine Reihe von Bildungsseminaren besuchen, die ihren schulischen Weg begleiten und eine aktive Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben in Deutschland vermitteln sollen, wie zum Beispiel „Demokratie und Partizipation“, „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“.

Dr. Bernhard Wunderlin, Vorstand der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, erläutert den Ansatz des START-Förderungskonzeptes: „Die Förderung von jungen Zuwanderern bei START schafft positive Anreize, Motivation und Perspektiven und stellt damit einen Ansporn zur Integration und zugleich auch eine Investition in die Zukunft des Einzelnen und in die Gesellschaft dar. Sie ist ein Beitrag der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung im Rahmen ihres Selbstverständnisses als gesellschaftliche Reformstiftung.“

Über die Bildungsseminare hinaus erwarten die Stipendiaten Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungsangebote für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung sowie die Vermittlung von Praktika. Zu den gesondert in Hessen geplanten START-Aktivitäten zählen unter anderem Besuche der Frankfurter Oper sowie der Fotoausstellung „Real“ im Städel und der Frankfurter Buchmesse. Außerdem geplant sind eine Bildungsreise nach Brüssel zum Thema „Europas Verantwortung für Eine Welt“ und die Teilnahme an den Projekttagen „Mensch Frankfurt“. Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt, können aber bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert werden.(17/09/08)

START-Stiftung

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