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Auftakt: Wissenschaftliches Netzwerk IRENE I SEE erforscht Sozialunternehmertum in Ländern Afrikas und Lateinamerikas

Die Siemens Stiftung und die Zeppelin Universität gründen das International Research Network for Social Economic Empowerment (IRENE I SEE) zur sozialwirtschaftlichen Analyse in ausgewählten Ländern Afrikas und Lateinamerikas mit besonderem Fokus auf sogenannte Sozialunternehmen.

„Unternehmerisches Denken und innovative Lösungsansätze sind von zentraler Bedeutung, um soziale und wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig gelingen zu lassen. IRENE | SEE unterstützt die Forschung in Lateinamerika und Afrika zu den Wirkungsformen von Sozialunternehmen. Ein besonderes Anliegen der Siemens Stiftung ist es, den Wissenstransfer zwischen diesen beiden Regionen zu stärken, die viel unterscheidet, aber auch sehr viel verbindet. Wir verstehen uns als Brückenbauer, der mit konkreten Handlungs-empfehlungen den Dialog mit Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Stärkung von Sozialunternehmern und gesellschaftlichen Transformationsprozessen erweitern möchte“, erklärt Ulrike Wahl, Vorstand der Siemens Stiftung.

Das Forschungsnetzwerk entsteht unter der Koordination der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und ist dort im interdisziplinären Civil Society Center | CiSoC verankert. Das Forschungsnetzwerk ist auf vier Jahre angelegt und konzentriert sich mit vier weiteren Partner-Universitäten

| Adama University, Adama, Äthiopien | Universidad de los Andes, Bogotá, Kolumbien | EGADE Business School, Monterrey, Mexiko | Stellenbosch University, Cape Town, Südafrika

auf die Erforschung von Anwendbarkeit, Nutzen und Grenzen sowie langfristigen Wirkungen von „Social Economic Empowerment”.

Gemeinsam werden die Partneruniversitäten in den kommenden Jahren Promotionen in der Forschung vor Ort betreuen, die Analysen über das Netzwerk hinaus fortsetzen und sie der interessierten Öffentlichkeit und Wissenschaft sowie relevanten Institutionen bereitstellen.

„Das Forschungsnetzwerk erforscht im Rahmen eines Graduiertenkollegs mit insgesamt sechs Doktoranden in den jeweiligen Ländern und einer PostDoc-Koordinationsstelle auf Basis der Wirtschafts- und Politikwissenschaften sowie der Urbanistik und der Soziologie konkrete Beispiele vor Ort, deren Anwendbarkeit und Skalierung sowie mögliche Förder- und Regulierungsbedarfe und die Nachhaltigkeit von ‚Social Economic Empowerment’ – in verschiedenen Ländern und verschiedenen Branchen bzw. Sektoren“, erklären Prof. Dr. Stephan A. Jansen, Direktor des Civil Society Center sowie Präsident der Zeppelin Universität, und Lisa Hanley PhD, Koordinatorin des Netzwerkes.

„Social Economic Empowerment“ wird dabei als der Prozess der wirtschaftlichen Selbstbefähigung durch professionelle Unterstützung verstanden. Ein verstärkter Fokus gilt dabei sogenannten „unternehmerischen Lösungen sozialer Probleme“, die insbesondere im Kontext der vielfach kritisierten traditionellen Entwicklungszusammenarbeit seit einigen Jahren als neue Hoffnungsträger diskutiert werden.

Bei der Auftaktveranstaltung vom 25. bis 27. August in Berlin treffen sich im Magnus-Haus in Berlin direkt an der Museumsinsel erstmalig alle IRENE | SEE-Promovenden, die beteiligten Professoren, Koordinatoren und die Siemens Stiftung, um das Forschungsnetzwerk sowohl inhaltlich abzustecken als auch organisatorisch zu strukturieren. Kernstück der drei Tage sind vor allem die Präsentationen der insgesamt sechs Doktoranden, ihre kritische Diskussion sowie die Generierung eines gemeinsamen Projektrahmens. (26/08/11; Quelle: Siemens Stiftung)

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