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Bacharchiv- und Museum feierlich der Öffentlichkeit übergeben

Mit einem Festakt im Alten Rathaus wurden am Sonntag in Leipzig das neue Bachmuseum und das Bacharchiv der Öffentlichkeit der Öffentlichkeit übergeben. Bundespräsident Horst Köhler verwies auf die Bedeutung von Archiven und Forschungsstätten, die das kulturelle Gedächtnis der Nation erhielten. "Wie gefährdet dieses Gedächtnis ist, wenn wir im Umgang damit nicht größte Umsicht walten lassen, haben uns in den letzten Jahren der Brand der Anna-Amalia-Bibliothek und der Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor Augen geführt", sagte das deutsche Staatsoberhaupt. Vieles könne durch Unachtsamkeit, Schlamperei und kriminelles Handeln verursacht unrettbar verloren gehen.

Bacharchiv Leipzig / Foto: U. M.

Es sei erstaunlich, wie jede Zeit Bach neu entdecke, andere Züge wahrnehme und eine andere Aufführungspraxis bevorzuge, sagte Köhler weiter. “Jede Gegenwart findet ihren Bach – er veraltet nie.” Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte, das neue Museum setze Bach ein besonderes Denkmal. Die Ausstellung über sein Leben und Wirken sowie die Original-Handschriften würden unzählige Liebhaber klassischer Musik nach Leipzig locken.

Bachmuseum und Bacharchiv waren am Wochenende nach rund zweijähriger Um- und Ausbaupause wiedereröffnet worden. Die Baukosten lagen nach Angaben des Bacharchivs bei gut sieben Mio. €, wovon zwei Millionen durch Stifter und Förderer aufgebracht wurden. (22/03/10; Quellen: RBB Inforradio, Tagesthemen)

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