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Baden-Württemberg Stiftung investiert mehr als 30 Mio. € in Forschung, Bildung, Gesellschaft und Kultur

Insgesamt wird die Stiftung im Jahr 2014 30,85 Mio. € für Projektförderung aufwenden. Trotz niedriger Zinslage können die Investitionen im Vergleich zu den Vorjahren stabil gehalten werden. Damit zählt die Baden-Württemberg Stiftung auch im Bereich der Ausschüttung weiterhin zu den größten Stiftungen in Deutschland.

“Die neuen Programme tragen dazu bei, exzellente Forschung zu fördern, in Bildung zu investieren und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen”, sagte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. “Durch gezielte Investitionen in den Grundstücksbereich wird der Anteil der regelmäßig zufließenden Erträge künftig bei durchschnittlich etwa 30% der Gesamterträge liegen. Damit ist die Baden-Württemberg Stiftung insgesamt noch ausgewogener und von den Kapitalmärkten unabhängiger aufgestellt”, sagte der für den Vermögensbereich zuständige Geschäftsführer Walter Leibold.

Drei der geförderten Projekte:

  • Forschung
    Die Baden-Württemberg Stiftung wird die strategische Ausrichtung im Forschungsbereich weiter ausbauen und dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort nachhaltig zu festigen. Eine besondere Rolle kommt dabei der Nanotechnologie zu. In dem international sehr dynamischen Feld konnte sich Baden-Württemberg dank des Kompetenznetzes „Funktionelle Nanostrukturen“ erfolgreich an der Spitze positionieren. Mittels des neuen Programms „Funktionelle Oberflächen und Materialien“ soll nicht nur der Ergebnistransfer von der Wissenschaft in die Praxis intensiviert werden. Insbesondere die Erforschung funktioneller Materialien und Oberflächen für zukünftige Investitionen zur Ressourceneffizienz und für den Ausbau erneuerbarer Energien stehen dabei im Mittelpunkt. Für das Programm wurden 4,0 Mio. € bewilligt.

  • Bildung
    Erstmals wird sich die Stiftung mit einem Programm an der “Aufarbeitung der Rolle baden-württembergischer Ministerien in der Zeit des Nationalsozialismus” beteiligen. Die wissenschaftliche Untersuchung wird sich mit der Aufarbeitung der Rolle, der Handlungen und Verfahrensweisen der Landesministerien in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen. Gleichzeitig sollen die ideologischen, personellen und inhaltlichen Verstrickungen der Ministerien aufgearbeitet werden. Dabei sollen neue methodische und inhaltliche Ansätze in den Geschichtswissenschaften und in der Untersuchung des Nationalsozialismus zum Zuge kommen. Die Dokumentation soll der weiteren Stärkung einer geschichtsbewussten demokratischen Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg dienen und sich in der Geschichtsdidaktik, der Lehrerausbildung und in den Schulen niederschlagen. Methodisch und inhaltlich wird sich das Projekt als ein Vorreiter von weiteren geplanten Studien anderer Bundesländer abheben. Der Aufsichtsrat der Stiftung hat dafür 1,45 Mio. € bewilligt.

  • Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, Soziale Verantwortung
    Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts weist nahezu jedes 7. Kind im Alter von 3 bis 17 Jahren in Deutschland psychische Auffälligkeiten auf. Als besondere Risikofaktoren für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen werden der Zerfall familiärer Strukturen, ein niedriges Bildungsniveau, Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck und Migration genannt. Zunehmend kommt aber auch Mobbing dazu. Die Auswirkungen dieser Probleme reichen von Essstörungen über somatische Erkrankungen bis hin zu selbstverletzenden oder suizidalen Handlungen. Um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken, hat der Aufsichtsrat der Stiftung heute das Aktionsprogramm „Psychische Gesundheit von Jugendlichen“ beschlossen. Dabei sollen neue Ansätze zur Prävention und Intervention initiiert werden. Auch ein Beratungsmodul für Lehrer, Schulsozialarbeiter u.a. im Umgang mit selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität soll entwickelt und an Schulen und Beratungsstellen umgesetzt werden. Ein weiterer Ansatz des Programms ist die dauerhafte Mobbingprävention, die auf Basis des in Amerika und Norwegen erfolgreich zu Anwendung gekommenen „Olweus Bullying Prevention Program“ erfolgen soll. Dafür wurden 1,8 Mio. € bewilligt.

(9.12.2013 | Quelle: Baden-Württemberg Stiftung)

Die beschlossenen Projekte (PDF)

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