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Baden-Württemberg Stiftung: Vier Millionen für IT-Forschung

Gefördert wird ein Forschungsprogramm, das sich neuen Informations- und Kommunikationstechnologien widmet.

Für die Qualitätsmerkmale von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) müssen Standards und Zertifikate entwickelt werden, die es vor allem den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ermöglichen, die für sie passgenaue Konfiguration auszuwählen. Denn bisher konnten nur sehr wenige der KMU mit der raschen Entwicklung der IKT Schritt halten. Damit setzen sie sich großen Risiken wie Hackerangriffen, Schäden durch Passwort-Diebstahl oder Umsatzrückgängen durch Server-Ausfall aus. Mit dem Forschungsprogramm IKT soll das Know-how in Baden-Württemberg im Bereich der IKT weiter ausgebaut werden und wettbewerbsfähig bleiben. Hierfür stellte der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung 4 Mio. € zur Verfügung.

Insgesamt wendet die Stiftung in diesem Jahr 6,25 Mio. € auf, die außerdem in Projekte aus den Bildung, Gesellschaft und Kultur fließen. Um jungen Nachwuchswissenschaftlern exzellente Perspektiven für eine Hochschullehrerlaufbahn zu ermöglichen, sollen im Rahmen des Eliteprogramms für Postdoktoranden noch mehr junge Wissenschaftler die einmalige Möglichkeit erhalten, für einen Zeitraum von drei Jahren ihr Projekt eigenverantwortlich umzusetzen. Dazu stehen zusätzliche 550.000 € zur Verfügung.

Außerdem hat die Stiftung ein Programm zur Förderung einer Positiven Peer Culture (PPC) im Jugendstrafvollzug auf den Weg gebracht. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit der Gruppe der Gleichaltrigen (Peers). Das Konzept vertraut auf die Stärken von Kindern und Jugendlichen und nutzt den zunehmend an Bedeutung gewinnenden Einfluss der Peers als motivierende Kraft. Nach ersten positiven Erfahrungen sollen die Wirkungen von PPC nun im klassischen Jugendstrafvollzug erprobt werden. Über einen Zeitraum von drei Jahren wird in zwei Hafthäusern der JVA Adelsheim mit Hilfe qualifizierter Pädagogen eine Positive Peer Culture unter den jungen Inhaftierten entwickelt und gefördert. Für das wissenschaftlich begleitete Programm wurden 900.000 € bereitgestellt.

(16.5.2014 | Quelle: Baden-Württemberg Stiftung)

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