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Behring-Röntgen-Stiftung unterstützt 14 Medizinprojekte in Gießen und Marburg
Mit 1,7 Mio. € unterstützt die Behring-Röntgen-Stiftung 14 medizinische Projekte an den Universitäten von Gießen und Marburg. "In dieser Förderrunde unterstützen wir strategisch die strukturierte Kooperation der beiden medizinischen Fachbereiche", erklärt Stiftungspräsident Prof. Joachim-Felix Leonhard. Dabei reichen die Themen von neuen Verfahren zur Erkennung von Epilepsien über die Qualitätssicherung bei Magnet-Resonanz-Tomographen bis zu Netzhauterkrankungen.

Prof. Joachim-Felix Leonhard / Foto: BR-Stiftung
Mit 87.000 € gefördert wird das Vorhaben der Marburger Strahlentherapeuten, die Drüsenschädigungen durch Botox-Injektionen reduzieren wollen. Dabei geht es vor allem um Patienten mit einem Kopf-Hals-Karzinom, die bei der Strahlentherapie oft unter erheblichen Nebenwirkungen leiden. Betroffen sind vor allem die Speicheldrüsen.Die Wissenschaftler konnten bereits in Tierversuchen nachweisen, dass die strahlenbedingten Drüsenschädigungen durch Botox verringert werden können. Die Marburger Forschergruppe will nun in einer klinischen Studie den therapeutischen Einsatz bei Tumorpatienten untersuchen. Zwei mit insgesamt 336.000 € geförderte Projekte kümmern sich um die Sepsis, die als wichtigste Todesursache auf den Intensivstationen in westlichen Universitätskliniken gilt.
Der Anästhesist Prof. Markus Weigand (Gießen) und die Privatdozentin Dr. Caroline Rolfes (Marburg) untersuchen den Einfluss des Botenstoffs Acetylcholin auf die Blutvergiftung.
Allergisches AsthmaProfessoren aus Marburg (Helmut Schäfer und Roman Pahl) und Gießen (Trinad Chakraborty und Hamid Hossain) suchen nach Methoden, um die komplexen Ursachen der Sepsis zu erfassen. Ein mit 180.000 € unterstütztes Forschungsvorhaben kümmert sich um die steigende Zahl von Patienten mit allergischem Asthma. Wissenschaftler aus Gießen, Marburg und dem Max-Planck-Institut in Bad Nauheim wollen die Bedeutung so genannter Micro-RNAs bei chronischen Entzündungsprozessen in der Lunge untersuchen. Perspektivisch soll dies bei der Diagnose und Therapie von Asthmatikern von großem Nutzen sein. Weitere Förderprojekte: Um Röntgenuntersuchungen bei Kindern kümmern sich die Professoren Gerhard Alzen und Martin Fiebich (Gießen) gemeinsam mit ihrem Marburger Kollegen Volker Klingmüller. Um therapeutische Maßnahmen, mit denen die Gewebsregeneration nach einem Herzinfarkt unterstützt werden kann, geht es bi Prof. Heinrich Sauer (Gießen) und Dr. Thomas Meyer (Marburg). Die Pathogenität von Influenzaviren ist das Thema von Dr. Susanne Herold (Gießen) und Dr. Mikhail Matrosovich (Marburg). (08/01/10; Quelle: von Behring-Röntgen-Stiftung)



