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Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung geht an den Start

Das an der der Humboldt-Universität angesiedelte Institut hat seine Arbeit aufgenommen. Gefördert wird es u.a. von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Das Berliner Institut (BIM) soll wissenschaftliche Grundlagen und empirische Daten zur Versachlichung der Diskussion über Integrationsfragen in Europa erarbeiten und mit seiner Forschung einen Erkenntnistransfer in Politik, Zivilgesellschaft und Medien leisten. Dabei arbeiten erstmals unterschiedliche Disziplinen wie die Sportwissenschaft, die Psychologie und die Medizin mit den Sozial- und Bildungswissenschaften, mit der Ethnologie und mit der Ökonomie zusammen.

Das Institut an der HU Berlin, an dem neben dem DIW Berlin auch die Charité beteiligt ist, wird von renommierten Partnern gemeinsam gefördert: der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie der Bundesagentur für Arbeit. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoguz, übernimmt den Vorsitz des Kuratoriums.

Das zentrale Forschungsthema der Abteilung “Arbeitsmarkt, Migration und Integration” sind die Erwerbsbiografien von Migrantinnen und Migranten und deren Nachkommen. “Die Einbindung in den Arbeitsmarkt ist nicht nur ein zentrales Motiv für Zuwanderung, sondern auch ein wichtiger Indikator für die Integration von Zuwanderern in Deutschland. Trotz der Relevanz des Themas und zahlreicher Studien sind bis heute nicht alle Faktoren bekannt, die eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt ermöglichen”, erklärt Martin Kroh, stellvertretender Direktor der forschungsbasierten Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin.

Auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), die im vergangen Jahr um eine gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ins Leben gerufene Migranten-Stichprobe erweitert wurden, tragen die Wissenschaftler dazu bei, diese Forschungslücke zu schließen.

(2.4.2014 | Quelle: DIW Berlin)

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