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Berliner Projekte erhalten 16,2 Mio. € aus der Klassen-Lotterie

Was haben die Adventsfeiern für arme Berlinerinnen und Berliner, das Studium zeitgenössischen Tanzes und ein schwergewichtiger Bronze-Schmetterling mit LOTTO zu tun? Sie profitieren von der dritten Ausschüttung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin in diesem Jahr. Der Stiftungsrat hat entschieden, 32 Vorhaben mit insgesamt 16,2 Mio. € zu fördern.

Einen Zuschuss von 102.000 € erhält beispielsweise die Abteilung Soziales und Gesundheit des Bezirks Treptow-Köpenick, um im Advent Feiern für alte und arme Berlinerinnen und Berliner auszurichten. Im gesamten Berliner Stadtgebiet kommen Hunderte alte Menschen zusammen, um bei Kaffee und Weihnachtsgebäck kleine Geschenke entgegenzunehmen. „Wir freuen uns, diese Veranstaltungen mitfinanzieren zu können“, sagt Hans-Georg Wieck, Vorstand der Deutschen Klassenlotterie Berlin und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. „Bei den Adventsfeiern teilen die alten Menschen miteinander das wichtige Gefühl, noch in die Gesellschaft integriert zu sein.“ Es sei eine Geste des Respekts, ihnen in der Vorweihnachtszeit eine Freude zu bereiten, so Wieck.

Viele engagierte Institutionen in Berlin erreichen ihre Ziele nur, wenn sie Mittel der Stiftung erhalten. Das weiß auch Barbara Friedrich. Als Geschäftsführerin der Uferstudios GmbH hat sie selbst Fördergelder für ein Vorhaben mitbeantragt – und war erfolgreich. Gut 4,3 Mio. € stellt die LOTTO-Stiftung zur Verfügung, um die ehemalige Zentralwerkstatt der BVG in die „Uferstudios für Zeitgenössischen Tanz“ um-zubauen. „Das Gebäude in der Badstraße verfügt über große Räume ohne Säulen und eignet sich für Tänzer und Choreographen hervorragend zum Üben und Produzieren“, sagt Friedrich und fügt hinzu: „Die Förderung erfüllt eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Berlin erstmals Studiengänge für zeitgenössischen Tanz anbieten kann. Vorher gab es keinen geeigneten Ort.“ Am Ufer der Panke im Bezirk Wed-ding entstehen 14 Trainingsflächen sowie Seminarräume, eine Media-thek und Büros. Träger des neuen Zentrums sind die Universität der Künste und die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Sie nutzen das Gebäude gemeinsam mit dem Netzwerk Tanzbüro Berlin sowie freischaffenden Choreographen und Tanzinstitutionen.

Wie vielseitig die Förderung der LOTTO-Stiftung Berlin ist, zeigt auch die Restaurierung eines Kunstwerks, das sich die Stadt Berlin zur Feier ihres 750-jährigen Bestehens geschenkt hat: 1987 wurde „Large Divided Oval: Butterfly“ im Bassin vor dem Haus der Kulturen der Welt aufgestellt. Der Bronze-Schmetterling des britischen Künstlers Henry Moore ist mit zehn Tonnen keineswegs so filigran wie sein Name nahe legt – und brauchte nach zwei Jahrzehnten die Hand des Restaurators. 62.000 € hat die LOTTO-Stiftung bereits bei der zweiten Ausschüttung dieses Jahres bereitgestellt. (02/10/09)

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