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Berliner sind zufrieden mit ihrer Stadt

Die Berliner sind im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Leben in ihrer Stadt. Das hat eine Umfrage der Hertie-Stiftung ergeben. 93 Prozent der Befragten leben demnach gerne in Berlin, davon 59 Prozent sogar sehr gerne.

Erstaunlich ist, dass sich fast 90 Prozent der Befragten als Berliner fühlen. Ganz gleich, ob jemand in West- oder Ostberlin wohnt, Deutscher ist oder Zuwanderer, Alt- oder Neuberliner – fast alle, die in der Stadt leben, identifizieren sich schon nach kurzer Zeit mit ihr.

Doch die Menschen leben nicht nur gerne in Berlin, sondern teilen auch einen gewissen Grundoptimismus, wenn es um die Entwicklung ihrer Stadt geht. So rechnen unterm Strich über zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten damit, dass sich die Stadt in den nächsten fünf Jahren positiv entwickeln wird.

Die Bevölkerung der Hauptstadt wächst seit 2010 um etwa ein Prozent pro Jahr und wird entgegen dem Bundestrend immer jünger. 2012 lag der Altersdurchschnitt in Berlin bei 42,9 Jahren, in Deutschland dagegen bei 44,1 Jahren. Die jungen Menschen leben vor allem in den Innenstadtbezirken. So weisen Bewohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg mit durchschnittlich 38 Jahren das niedrigste Alter auf, gefolgt von Mitte mit 39 Jahren. Mit 46 Jahren wurde in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick das höchste Durchschnittsalter ermittelt.

Dass es junge Menschen in die Hauptstadt zieht, liegt auch in dem breiten Spektrum an Bildungsangeboten sowie der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt begründet. So geben 65 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer Studium und Beruf als den wichtigsten Anlass für einen Umzug in die Hauptstadt an.

Die Hertie-Studie hat außerdem untersucht, welche Einstellungen und Werte die Berliner vertreten. Und wen wundert’s: Einen besonders hohen Anteil machen die Hedonisten aus – 18 Prozent der Befragten gehören nach eigener Aussage zu dieser Gruppe. Sie fühlen sich frei und unangepasst, wollen ein erlebnis- und spaßreiches Leben genießen. Neun Prozent rechnen sich einer modernen Avantgarde zu, die kreativ und innovativ ist, flexibel und mobil lebt. Beide Gruppen sind im deutschlandweiten Vergleich überpräsentiert. Dagegen leben in Berlin weniger Vertreter von typisch traditionellen Werten und Lebensweisen, denen insbesondere geordnete finanzielle und familiäre Verhältnisse sowie ein bürgerlicher Lebensstandard wichtig sind. Während sich in Deutschland 14 Prozent aller Menschen als eher traditionell einschätzen, sind es in Berlin nur elf Prozent.

(23.6.2015 | Quelle: ACCENTRO GmbH)

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