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Berliner Stadtschloss wird viel teurer
Der Bau des Berliner Stadtschlosses wird teurer werden als bisher veranschlagt. Einem Bericht des RBB zufolge sagte der Vorsitzende der Schloss-Stiftung, Rettig, es fielen nach derzeitigem Stand Mehrkosten von etwa 30 Mio. € an. Damit würde das gesamte Projekt 582 Mio. € kosten. Als Grund für die Verteuerung nannte Rettig die allgemeinen Kostensteigerungen im Baubereich, auch weil der Bau des Humboldtforums erst 2014 richtig beginne. Wie sich bis dahin Arbeitslöhne, Stahlpreise und Inflation entwickeln, könne derzeit niemand sagen.
Unter Bauexperten ist unstrittig, dass die Verschiebung des Baustarts durch die Bundesregierung eine Ursache für den Kostenanstieg ist. Der Bund zahlt den Löwenanteil des Projekts. Berlin beteiligt sich nur mit 32 Mio. € daran. Dabei werde es auch bleiben, hieß es aus dem Senat.
Kritiker des Schlossbaus dürften sich durch die höheren Kosten bestätigt sehen. Sie hatten wiederholt davor gewarnt, dass das Projekt den Steuerzahler am Ende deutlich mehr kosten wird als ursprünglich geplant.
Unterdessen nahm Staatssekretär Rainer Bomba vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dienstag, dem 23.11.2010 symbolisch die Modelle und Sandsteinarbeiten für die geplante Schlossbauhütte in Spandau entgegen. Die Übergabe erfolgte in Anwesenheit von Architekt Franco Stella an den Vorstand der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, Manfred Rettig und Dr. Frank Nägele, in der Lagerhalle des Fördervereins Berliner Schloss e.V. in Berlin- Marienfelde durch dessen Geschäftsführer Wilhelm von Boddien. „Ich freue mich zu sehen, wie weit die Vorbereitungen für die Wiedererrichtung der barocken Fassaden für das Berliner Schloss schon gediehen sind“, sagte Bomba vor den großen Regalen in Marienfelde.
Außerdem übergab der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V. Wilhelm von Boddien eine weitere Mio. € Spendengelder an die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum. Wie vorgesehen dienen diese Spendengelder zum Aufbau der Schlossbauhütte und zur Herstellung der Schmuckelemente der barocken Fassaden. (26/11/10, Quellen: RBB, Der Tagesspiegel)



