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Biosphärenreservat am Tanasee in Äthiopien eröffnet

Das Projekt des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) ist vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und in enger Zusammenarbeit gefördert worden und wurde mit dem Amhara-Regionalstaat sowie der Michael Succow-Stiftung umgesetzt.

Das Tanasee-Biosphärenreservat ist 700.000 Hektar groß, fast dreimal so groß wie das Saarland. Die rund 2,5 Millionen Menschen, die in dem Gebiet leben, sind von der Landwirtschaft und dem See abhängig. Dieser bildet etwa 50 Prozent der Wasserressourcen des Landes und ist eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Zugvögel, wie den europäischen Kranich. Übernutzung der Seeuferbereiche, Erosion und große Agrar- und Strukturvorhaben bedrohen jedoch den See und seine Umgebung. “Es galt daher, diese einzigartige Natur- und Kulturlandschaft Äthiopiens zu erhalten und den Bewohnern neue, naturfreundliche Entwicklungswege aufzuzeigen”, so Svane Bender-Kaphengst, Leiterin des NABU-Afrika-Programms.

Seit 2012 setzt sich der NABU in der Region zudem für Wissensaufbau und Umweltbildung ein und renaturiert gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Feuchtgebiete und Wälder. Durch pilothafte Umstellung der Landwirtschaft, die Entwicklung regionaler Produkte wie Kräutertees, Öle und Gemüse sowie die Unterstützung der Region beim Aufbau von Ökotourismus eröffnen sich neue Versorgungs- und Einkommensquellen für die Menschen im Biosphärenreservat.

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung plant der NABU nun das junge Biosphärenreservat weitere drei Jahre mit Maßnahmen zu Klima- und Biodiversitätsschutz sowie Regionalentwicklung und Gemeindestärkung zu begleiten.

(7.12.2015 | Quelle: Naturschutzbund Deutschland e.V.)

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