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Biotechnologie der FH Lübeck erhält neues Zuhause

Im Rahmen zur offiziellen Einweihung am 20.1.2012 bekamen die Wissenschaftler um den Leiter des Centrums Industrielle Biotechnologie (CIB), Prof. Dr. Uwe Englisch, den Schlüssel für ihr neues Zuhause überreicht. Damit erhält auch die interdisziplinäre und angewandte Forschung um die Naturstoffchemie und Biotechnologie an der Fachhochschule ein zentrales Forschungsgebäude. Die Ausstattung des Gebäudes mit wissenschaftlichen Geräten, die entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der CIB-Forschung sind, wurde von der Possehl-Stiftung mit 1.000.000 € gefördert.

Schlüsselübergabe, von links: Prof. Dr. Uwe Englisch (Direktor des CIB), Prof. Dr. Stefan Bartels (Präsident der FH Lübeck), Dr. Cordelia Andreßen (Staatssekretärin), Hans-Adolf Bilzhause (Geschäftsführer der GMSH) Foto: Pressestelle FH Lübeck

Der Auftakt zur Einweihung erfolgte mit der Übergabe des symbolischen Schlüssels durch Hans-Adolf Bilzhause, Geschäftsführer Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH). Die GMSH hatte die offizielle Bauleitung beim CIB und konnte das Gebäude noch im vergangenen Jahr formal übergeben.

„Das Raumkonzept des neuen Biotechnikums wurde auf die speziellen Bedürfnisse der Wissenschaft abgestimmt, um den Forscherinnen und Forschern der Fachhochschule Lübeck beste Voraussetzungen für ganz neue Forschungsgebiete bieten zu können“, sagte Hans-Adolf Bilzhause, Geschäftsführer der GMSH, bei der Schlüsselübergabe.
Mit dem Bau eines „Biotechnikums“ wurde erstmals durch die besondere Raumplanung (über 6 m Deckenhöhe) die Möglichkeit geschaffen, Forschung und Entwicklung im Technikumsmaßstab (z.B. 500 l Fermenter) zu betreiben, so dass technische und ökonomische Kennzahlen generiert werden können. Diese sind von besonderem Interesse für die Industriepartner.

„Der Neubau führt die an der Fachhochschule Lübeck existierenden interdisziplinären Aktivitäten im Bereich der „Industriellen Biotechnologie“ zusammen und bündelt sie“, so CIB-Direktor Professor Englisch. „Die Zusammenarbeit beruht auf dem gemeinsamen Interesse der beteiligten Arbeitsgruppen an Themen der angewandten biotechnologischen Forschung. Es laufen bereits aktuelle Forschungsprojekte in den Bereichen Enzymtechnologie, Biopolymere (Polysaccharide) und Naturstoffchemie. Potentielle Anwendungsgebiete der Forschungsergebnisse liegen in der Biomedizintechnik und der Lebensmitteltechnik“, so Englisch weiter.

Ein entscheidender neuer Ansatz des Zentrums ist die Einrichtung von gemischten „Projektteams“ aus Industrie und Hochschule einschließlich der verstärkten gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur im neuen Biotechnikum (Labore, Spezialgeräte). Für eine effiziente Zusammenarbeit sind „Projektteams“ und kurze Wege zwischen Industriepartner und Hochschule von großer Bedeutung.

Nach den Worten von Wissenschafts-Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen soll gerade kleinen- und mittelständischen Unternehmen damit der Nutzen und die Anwendbarkeit neuer Technologien und Verfahren verdeutlicht werden. „Das neue Zentrum wird in Zukunft als wichtiger Ansprech- und Kooperationspartner für mehrere Bereiche der Wirtschaft in Schleswig-Holstein zur Verfügung stehen“, so Andreßen. „Deshalb haben wir als Anschubfinanzierung seiner Startphase bis Ende 2012 rd. 1,7 Mio. € beigesteuert.” Die Förderung kommt aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft mit EFRE-Mitteln. (25/01/12; Quelle: Fachhochschule Lübeck)

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