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Braunschweiger Stiftung baut Beratungsstelle in Polen auf

Die evangelische Stiftung Wohnen und Beraten in Braunschweig beteiligt sich am Aufbau einer Sozialberatungsstelle in der polnischen Gemeinde Kwilc, 60 Kilometer westlich von Posen. Zur Zielgruppe gehören Menschen mit Behinderungen, Obdachlose, Suchtkranke und Opfer familiärer Gewalt, teilte am Mittwoch die „Aktion Mensch“ mit, die das Projekt mit 36.350 € unterstützen will.

Herberge zur Heimat / Foto: Stiftung Wohnen und Beraten

Heinrich Schubert hält seit 16 Jahren Kontakt nach Polen. Er leitete mehrere Jahre die Arbeit der Stiftung Wohnen und Beraten in der Stadt Braunschweig. Im Ruhestand engagiert er sich ehrenamtlich für das Polen-Projekt. Die Situation im ländlichen Bereich sei dort durch Armut und mangelnde Infrastruktur gekennzeichnet, erläuterte Schubert dem epd. Zusammen mit einem Zentrum für soziale Integration will Schubert ein „niedrigschwelliges“ Beratungs- und Hilfeangebot in Kwilc aufbauen. Polnische Sozialarbeiter werden auf die neue Aufgabe in Braunschweig und eventuell auch in den Diakonischen Heimen Kästorf vorbereitet, kündigte Schubert an. Die Beratung sei allerdings lediglich ein Ergänzungsprojekt zu einer diakonischen Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiative mit derzeit 30 Plätzen.

Die Stiftung Wohnen und Beraten wurde 1876 als „Herberge zur Heimat“ in Braunschweig gegründet. Bürger der Stadt übernahmen in christlicher Verantwortung soziale und politische Anwaltschaft als Antwort auf mittellose Wanderarmut, soziale Ausgrenzung und Entwurzelung.Aus der einfachen Herberge hat sich ein in Hilfefeldern differenziertes Sozialleistungsunternehmen mit ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. In unterschiedlichen stationären, ambulanten und präventiven Angeboten ist die Stiftung in allen Landkreisen und kreisfreien Städten des ehemaligen Regierungsbezirkes Braunschweig vertreten. (26/11/09)

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