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Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung will sich neu aufstellen

Der Interimsleiter der Stiftung, Uwe Neumärker, ist vom Stiftungsrat beauftragt worden, die Stiftung konzeptionell breiter umzusetzen.

Wie es die Leitlinien zur Dauerausstellung vorgeben, sollen Zwangsmigrationen in Europa im 20. Jahrhundert nun umfassend dokumentiert werden. Bisher war geplant, in erster Linie die Vertreibung der Deutschen als Folge der Naziherrschaft darzustellen. Laut Neumärker gehöre das Thema “Flucht, Vertreibung, Versöhnung” in die Mitte der Gesellschaft und müsse ein Gedenkauftrag ans deutsche Volk sein. Angesichts der derzeit großen Fluchtbewegungen gelte es, dieses sensible Thema überparteilich und nicht an Opferverbände gebunden im Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Dem stimmten auch die sechs Vertreter des Bundes der Vertriebenen im Stiftungsrat ausdrücklich zu.

Es bestand außerdem Einigkeit im Stiftungsrat, möglichst zügig eine Lösung für den Direktorenposten zu finden. Der Stiftungsrat beschloss, unter dem Vorsitz der Stiftungsratsvorsitzenden eine Findungskommission einzusetzen, der je ein Vertreter der in den Stiftungsrat Mitglieder entsendenden Gruppen angehören soll. Bis zum Antritt eines neuen Direktors bestimmte der Stiftungsrat Uwe Neumärker zum kommissarischen Leiter mit den Befugnissen eines Direktors der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

(1.12.2015 | Quellen: Pressemitteilung des rbb/Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung)

Website der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

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