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Dauerausstellung über Frankfurter Sammler und Stifter

Sammeln und Ausstellen gehören seit alters zu den zentralen Aufgaben von Museen. Frankfurt zeigt sich dabei als eine Stadt der Sammler und Stifter: Die ältesten Sammlungen der Stadt und ihrer Bürger zählen heute zu den größten Schätzen des Historischen Museums und damit zum bedeutendsten Kunstbesitz der Stadt Frankfurt am Main. Um diesen Reichtum gebührend zu präsentieren richtet das Historische Museum frankfurt die neue Dauerausstellung über „Frankfurter Sammler und Stifter” ein.

Das Historische Museum verfügt über eine der größten Museumssammlungen in Frankfurt. Viele der Sammlungskonvolute, gerade der frühen, sind mit Personen oder Gruppen der Frankfurter Stadtgeschichte verbunden. So spiegelt sich in ihnen die Frankfurter Stadtgeschichte und damit auch ein gutes Stück der deutschen und europäischen Geschichte.

In den Sammlungen und in ihren Sammlerinnen und Sammlern verbirgt sich zugleich die Entstehungsgeschichte des ältesten städtischen Museums in Frankfurt. Aus diesen Konvoluten hat sich nicht nur das historische museum seit 1878, sondern haben sich auch weitere städtische Museen entwickelt – stellvertretend genannt seien hier das Liebig haus und das Senckenbergmuseum sowie das Jüdische Museum, das aus einem Sammlungsbestand des historischen museums heraus gegründet wurde. Damit reflektiert die Museumslandschaft die kulturgeschichtliche Prägung Frankfurts als dezidiert bürgerliche Stadt. Hier waren es die Bürgerinnen und Bürger, die durch ihre Neigungen, Interessen und ihren Reichtum Akzente des bürgerschaftlichen Engagements setzten und damit eine bis heute anhaltende Tradition stifteten. Andernorts ist die Geschichte des Sammelns weit überwiegend von Fürstenhäusern und ihren Residenzen geprägt.
Diese „bürgerlichen Sammlungen” sollen in der neuen Ausstellung biografisch verankert werden, um die durch Einzelpersonen konstituierte kulturgeschichtliche Vielfalt der Stadt verständlich zu machen. Die Sammlungen sollen im Kontext der sammelnden Person und ihrer Vorlieben, Neigungen und Eigenarten ins Zentrum gestellt werden.

Für die neue Dauerausstellung werden zwölf Räume mit Sammlern und Stiftern des 17. bis 19. Jahrhunderts zu sehen sein:

• der Kaufmann und Gemäldesammler Johann Georg Christian Daems (1774-1856)
• der Großherzog von Frankfurt und Museumsgründer Carl Theodor von Dalberg (1744-1818)
• der Kaufmann und Sammler von Rüstungen und Waffen Christian Alexander Fellner (1800-1883)
• der Bankier und Naturaliensammler Johann Christian Gerning (1745-1802)
• der Syndikus und Münzsammler Anton Philipp Glock (1694-1721) und seine Witwe Catharina Elisabeth von Barckhaus (1696-1749), Stifterin des Kunstschranks
• der jüdische Bankier und Kunstgewerbe-Sammler Julius Heyman (1863-1925)
• der Fabrikant und Fayence-Sammler Wilhelm Kratz (1873-1945).
• die Maler und Restauratoren Johann Ludwig Ernst und Johann Friedrich Morgenstern (1738-1819, 1777-1844)
• der Konditormeister und Universalsammler Johann Valentin Prehn (1749-1821)
• der Degussa-Gründer und Münzsammler Friedrich Ernst Roessler (1813-1883)
• der Afrikaforscher Eduard Rüppell (1794-1884)
• der erste Stadtbibliothekar Martin Waldschmidt (1650-1706)

(06/01/11; Quelle: DHM)

Historisches Museum Frankfurt

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