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„Depression erkennen rettet Leben“ – 1. Deutscher Patientenkongress Depression
Harald Schmidt führt durch abwechslungsreiches Programm im Gewandhaus zu Leipzig
Eine Premiere der etwas anderen Art erlebt das Gewandhaus zu Leipzig am Sonntag, den 2. Oktober 2011: Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und die Deutsche DepressionsLiga veranstalten dort den 1. Patientenkongress für Betroffene, deren Angehörige und alle Interessierten. Raus aus der Isolation, das soll für die Betroffenen und die Angehörigen mit diesem bislang einmaligen Tag erreicht werden. Durch das abwechslungsreiche Programm mit Vorträgen von Experten und Betroffenen, einer Podiumsdiskussion, Workshops, Filmen und musikalischen Highlights führt der Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, der Schauspieler und Entertainer Harald Schmidt.

Dr. Christine Rummel-Kluge, Geschäftsführerin Stiftung Deutsche Depressionshilfe / Foto: Susanne Wagner (punctum)
Depression ist eine sehr belastende, schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung, die mit etwa vier Millionen Betroffenen eine der größten Volkskrankheiten in Deutschland ist. Der Leidensdruck der depressiv Erkrankten ist größer als bei fast jeder anderen Erkrankung. Dies zeigt sich in bedrückender Weise an dem hohen Risiko der Selbsttötung. Da Depression eine „leise“ Erkrankung ist, sind die Häufigkeit und die Dimension der damit einhergehenden Lebensbeeinträchtigung sowie der enorme Leidensdruck in der breiten Öffentlichkeit nur unzulänglich bekannt: Depressiv Erkrankte können gemeinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden nicht mehr genießen und ziehen sich von allem zurück. Nichts macht mehr Freude und kleine Aufgaben werden zu unüberwindbaren Hürden.
Information verbessern
Obwohl mit Antidepressiva und Psychotherapie wirksame Behandlungen zur Verfügung stehen, werden diese nur bei einer Minderheit optimal genutzt. Die Gründe dafür reichen von mangelndem Wissen in der Bevölkerung über Angst und Scham vor Stigmatisierung bei den Betroffenen bis hin zu diagnostischen und therapeutischen Defiziten in der Versorgung.
Erfahrung austauschen
Die Initiative zum Kongress kommt von Betroffenen und Angehörigen des Online-Diskussionsforums www.diskussionsforum-depression.de . Dieses Forum wurde im Rahmen des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität im Jahr 2001 gegründet und wird seit 2010 unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, der Nachfolgeorganisation des Kompetenznetzes, weitergeführt. Das Forum ist inzwischen mit über 11.000 aktiven Nutzern und weit über drei Millionen Besuchern pro Jahr zu einem wichtigen Bestandteil in der Depressions-Selbsthilfe geworden. (22/09/11; Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe)



