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Deutsche Schulakademie nimmt Arbeit auf

Mit der Gründungsfeier im Palais der Kulturbrauerei in Berlin hat die von der Robert Bosch Stiftung getragene Deutsche Schulakademie jetzt ihre operative Arbeit aufgenommen. Ab sofort stellt sie Materialien für gute Schulpraxis zur Verfügung, berät zu Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung und organisiert innovative Fortbildungen für Lehrer und Schulleiter.

Mit ihren Angeboten wendet sich die unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung an alle Schulen in Deutschland. Sie steht offen für Kooperationen mit Ministerien, Lehrerfortbildungsinstituten, Kommunen und privaten Schulträgern.

Besonderheit der Deutschen Schulakademie ist ihre konsequente Praxisausrichtung: Rund 50 hervorragende Schulen, die seit 2006 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden, stellen ihr erprobtes Wissen zur Verfügung. Träger der Einrichtung sind die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung. Mit der Gründung bauen die Stiftungen ihr Engagement im Bereich Bildung deutlich aus, um die Potentiale des von ihnen initiierten Deutschen Schulpreises noch besser zu nutzen, wie Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, bei der Gründungsfeier betonte.

Die Geschäftsführung der Deutschen Schulakademie übernimmt Dr. Roman Rösch, der den Deutschen Schulpreis seit Beginn für die Robert Bosch Stiftung verantwortet und entwickelt hat, gemeinsam mit Professor Hans Anand Pant, dem Leiter des Instituts zur Qualitätsentwicklung (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin. “In den letzten Jahrzehnten wurde viel an Schulen herumgedoktert. Was aber fehlt, ist ein effektives Peer-to-Peer Learning. Das bietet jetzt erstmals die Deutsche Schulakademie”, sagt der Bildungsforscher, der den Deutschen Schulpreis seit 2011 als Jury-Mitglied begleitet.

2015 wird sich die Akademie vor allem auf vier Handlungsfelder konzentrieren:

  • Umgang mit Heterogenität
  • Schule leiten
  • Schülerpartizipation
  • neue Lernstrukturen

Dazu entwickeln Projektberater der Deutschen Schulakademie gemeinsam mit erfahrenen Schulleitern und Lehrern sowie Wissenschaftlern eigene Formate zur Weiterbildung: zum Beispiel so genannte “Pädagogische Werkstätten” zum Umgang mit Heterogenität oder zu individueller Lernbegleitung und Leistungsbeurteilung. Neue Formate wie die “Transfer-Zirkel” setzen auf einen Schneeballeffekt: Fünf Schulen entwickeln neue Formate, die sie anschließend an andere Schulen in ihrer Region weitergeben. 2015 läuft bereits ein Transfer-Zirkel unter dem Titel “Anders Sein Ist Normal”, der sich mit dem Thema Inklusion auseinandersetzt. Aber auch Bewährtes wie das Hospitationsprogramm, an dem bis zu 75 Schulen teilnehmen, wird weiterentwickelt und fortgeführt.

(4.5.2015 | Quelle: Robert Bosch Stiftung)

Website der Deutschen Schulakademie

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